SPD- Stadtverordneter sorgt sich um Mieter. Niemand darf auf Kosten für Notfallreparaturen sitzenbleiben

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Oswin Dillmann SPD - Stadtverordneter für Hassel. (Foto: Privat.)
Gelsenkirchen: SPD - Ratsfraktion |

„Leider fängt das Jahr 2016 für die Altbaumieter in Hassel nicht schön an“, so Oswin Dillmann. Der Hasseler SPD- Stadtverordnete und Sprecher der SPD- Fraktion im Stadtentwicklungs- und Planungsausschuss ist verärgert über das Vorgehen des Wohnungsunternehmens Vonovia (vormals Deutsche Annington). Völlig überraschend für die Mieter verkaufte das Unternehmen den Hasseler Altbaubestand an die Rhein Ruhr Invest GmbH. Mit der Verwaltung sowie der Betreuung der Mieter beauftragte die neue Eigentümerin die Bochumer Partnerfirma Administramus Immobilien e. K.

„Die Verwaltung von fremdem Wohneigentum und Vermögen ist eine Vertrauensangelegenheit“, lautet der Slogan, mit dem die Bochumer Firma auf ihrer Homepage wirbt. Doch das Begrüßungsschreiben sagt etwas anderes aus. Darin wird den Mietern neben der neuen Bankverbindung nämlich mitgeteilt, dass Reparaturen dem Vermieter nur noch schriftlich gemeldet werden können. Das Begrüßungsschreiben enthielt außerdem eine Notfallnummer für Reparaturen an Wochenenden. Mieter, die diese Nummer zu Unrecht wählen, müssten für die dadurch entstehenden Mehrkosten selbst aufkommen.

Oswin Dillmann: "Besorgte Mieter teilen mir ihren Zorn mit und fragen irritiert nach, wie ältere Menschen, Kranke, Migranten und Nichthandwerker abwägen können, ob es sich um einen Notfall handelt und eine Reparatur unbedingt erforderlich ist. Was passiert, wenn Mieter aus Angst vor den Mehrkosten einen Notfall nicht melden und der Schaden deswegen ein größeres Ausmaß annimmt?“ Für den Stadtverordneten steht fest: „So geht es nicht! Hier fehlt vor Ort ein Ansprechpartner. Das Unternehmen macht es sich zu einfach. Die Entscheidung, ob Reparaturarbeiten innerhalb der regulären Geschäftszeit abzuwickeln sind oder nicht, ist nicht Aufgabe der betroffenen Altbaumieter, sondern die der Fachleute. Hier muss zwingend nachgebessert werden.“

Erfreut ist der Sozialdemokrat aber über die Festschreibung einer Sozialcharta beim Verkauf an die Rhein Ruhr Invest GmbH. Mit Blick auf den Bergarbeiterwohnungsbau berücksichtigt sie einen verbesserten Mieter- sowie Kündigungsschutz.
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