Union-Busting in Gelsenkirchen

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Pressemeldung der Linksfraktion Gelsenkirchen:
Ein Teil der Stölting Group mit Sitz in Gelsenkirchen ist durch eine sogenannte „Kopfprämie“, die Gewerkschaftsmitglieder zum Austritt aus der Arbeitnehmervertretung animieren soll, in die Schlagzeilen geraten.
Hierzu erklärt Bettina Peipe, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der DIE LINKE in Gelsenkirchen: „Das Phänomen „Union Busting“, also der Versuch, Gewerkschaften gewaltsam zu zerstören, ist auch bei uns in Deutschland nicht neu. Schon in 2014 konnten bundesweit 241 Firmen gefunden werden, in denen Aktivitäten der Belegschaft be- oder verhindert wurden. Von Gewerkschaftssekretären wurde in 73 % der Fälle der Versuch der Einschüchterung genannt. Unter den Firmen, die hierdurch in der Öffentlichkeit von sich reden gemacht haben, sind auch namhafte Unternehmen wie BMW, die WAZ-Zeitungsgruppe, McDonald’s , Volkswagen, Siemens und Bosch.“
In den USA hat sich schon seit langem eine Branche entwickelt, die zum Ziel hat, Unternehmen bei der Zerstörung von Gewerkschaften in Betrieben, aktiv zu beraten und zu unterstützen. In Deutschland ist u.a. der Verein Arbeitsunrecht, ein Zusammenschluss von betroffenen Betriebsratsmitgliedern und Gewerkschaftern, von Journalist*innen, Rechtsanwält*innen und engagierten Bürger*innen bemüht, in dieser Sache aufzuklären.
„Obwohl Herr Lieber erklärt, dass es sich bei der Kopfprämie von 50 Euro für jede*n Mitarbeiter*in, der/die sich entscheidet, aus der Gewerkschaft auszutreten, um eine „Mitarbeiterprämie“ handelt, ist doch für jeden erkennbar, dass hier versucht wird, die Belegschaft zu kaufen. Er spricht davon, dass sich Stölting seiner sozialen Verantwortung bewusst ist und diese sehr ernst nimmt. Da fragt man sich doch: Wem gegenüber? Der Politik? Den Unternehmern? Man ist fast versucht zu antworten: Ja.
Man bedenke, dass Stölting beispielsweise den Neujahrsempfang 2015 des Oberbürgermeisters erkennbar gesponsert hat. Herr OB Baranowski ist bekanntermaßen Mitglied der SPD. Eine Partei, die von sich behauptet, gewerkschaftsnah zu sein.
Wir erwarten daher von der SPD, dass diese eindeutig Stellung bezieht und deutlich macht, dass das Gebahren der Unternehmensführung bei Stölting gegen gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter*innen untragbar ist“, so Bettina Peipe abschließend.
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