Vier Städte entwickeln Strategien gegen Langzeitarbeitslosigkeit Städtebündnis bringt den „Gelsenkirchener Appell“ jetzt gemeinsam voran.

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Gelsenkirchen. „Es war ein sehr zielorientiertes und erfolgreiches Gespräch“, so fasste Gelsenkirchens Sozialdezernentin Karin Welge heute das Ergebnis eines Treffens von vier von Langzeitarbeitslosigkeit besonders betroffenen Kommunen zusammen. Der Einladung der Stadt Gelsenkirchen, gemeinsam den „Gelsenkirchener Appell“ voranzubringen, waren heute die Städte Offenbach, Halle an der Saale und Frankfurt/Oder gefolgt.

Weitere Städte haben ihre Beteiligung zugesagt, konnten den heutigen Termin aber nicht wahrnehmen.


Einig waren sich die Vertreter der Städte, dass der vorhandene Instrumentenkatalog bei der Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit nicht ausreicht. Daher wollen sie gemeinsam aktiv werden und eigene Vorschläge für einen sozialen Arbeitsmarkt erarbeiten, um den Menschen zu helfen, die aus eigener Kraft langfristig keine Chance auf einen Zugang zum ersten Arbeitsmarkt haben.

Dabei sollen die Programme auch die Wohn- und Lebensverhältnisse in den betroffenen Kommunen verbessern. Das Programm soll dann die Menschen durch langfristige Teilhabe am Arbeitsmarkt auf eine andauernde Beschäftigung vorbereiten.

Unter dem Namen „Gelsenkirchener Appell“ werden die beteiligten Kommunen nun gemeinsam auf Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles zugehen und ihre Ideen und Vorschläge für das von der Ministerin angekündigte Programm „Chancen eröffnen – soziale Teilhabe sichern“ erarbeiten.

Dabei kommt es den Städten darauf an, schon im Entstehungsprozess aktiv mitzuwirken. Ein entsprechendes Vorgehen wurde heute vereinbart.

Das Treffen der Kommunen ist auf Initiative der Stadt Gelsenkirchen organisiert worden, nachdem Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles im Mai 2014 in Gelsenkirchen die Konzeption eines Pilotprojektes angeregt hatte, an dem die zehn Kommunen mit der höchsten SGB II - Quote teilnehmen sollten.

Der „Gelsenkirchener Appell“ ist bereits mit einem Konzept hinterlegt und wird von weiten Teilen der Stadtgesellschaft (Politik, Kirche und Wohlfahrtsverbände) mitgetragen.

Die Stadt Gelsenkirchen hat sehr intensiv mit Trägern gesprochen und die Vorschläge konkretisiert und ausgearbeitet. Die Städte Offenbach, Halle an der Saale und Frankfurt/Oder werden jetzt in die Arbeit einsteigen und das Konzept mit eigenen Vorschlägen unterstützen.
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Imke Schüring aus Wesel | 23.01.2015 | 22:08  
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