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LINKE nimmt am Schweigezug zum Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht des 09./10. November 1938 teil

Vor drei Jahren beantragte die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschisten (VVN BdA) die Aufnahme in den Kreis der „Demokratischen Initiative“ in Gelsenkirchen. Dies wurde von den Mitgliedern der DI abgelehnt, woraufhin DIE LINKE. in Gelsenkirchen darauf verzichtete, einen eigenen Aufnahmeantrag zu stellen.
„Als ein Gelsenkirchener Bürger vor zwei Jahren aufgrund der Ablehnung zur Aufnahme der VVN BdA beantragte zu überprüfen, ob die Demokratische Initiative eigentlich auch demokratisch handelt, wurde der Antrag mit Ausnahme der Stimmen von DIE LINKE und AUF, abgelehnt“, so Martin Gatzemeier, Vorsitzender der Linksfraktion in Gelsenkirchen.
Besonders in der VVN BdA finden sich heute noch Überlebende, die der Verfolgung der Nazis ausgesetzt waren. Diesen Personenkreis nicht als Mitglied der Demokratischen Initiative zuzulassen zeugt von einer unfassbaren Unsensibilität gegenüber den Opfern.
Wenn man bedenkt, dass zu den typischen Merkmalen einer modernen Demokratie auch der Minderheitenschutz und die Akzeptanz einer politischen Opposition, sowie auch der Schutz der Bürgerrechte und Achtung der Menschenrechte gehören, ist diese Ausgrenzung umso unverständlicher.
„In Ratssitzungen wird immer und immer wieder auf einen angemessenen, respektvollen Umgang miteinander verwiesen. Das Wort Demokratie wird da ganz hoch gehängt. Allerdings haben aber wohl alle Parteien, egal ob SPD oder CDU und Bündnis 90/Die Grünen ihre eigenen Interpretationen wer als „Demokrat“ angesehen wird und wer nicht. Nach Ansicht der Vorgenannten gehört DIE LINKE. wohl nicht dazu.“
Gerade DIE LINKE und die VVN BdA haben in der Vergangenheit immer wieder z.B. auch das Projekt der Stolpersteine, das in verdienstvoller Weise vom Verein Gelsenzentrum in Gelsenkirchen betreut und durchgeführt wird, logistisch und mit Wortbeiträgen unterstützt.
Vermutlich muss erst noch viel Zeit vergehen, bis die Mitglieder der Demokratischen Initiative erkennen, dass sowohl DIE LINKE und auch besonders die VVN BdA demokratische Vereinigungen sind.
Bis heute werden weder DIE LINKE noch der VVN BdA eingeladen, am jährlich stattfindenden Schweigezug zum Gedenken an die Opfer der sogenannten Reichskristallnacht teilzunehmen.
„Wir haben lediglich den typischen Ankündigungsflyer für die Veranstaltung erhalten. Aber eine offizielle Einladung zur Teilnahme brauchen wir gar nicht. An das Datum muss insbesondere DIE LINKE. nicht erinnert werden, da Kommunisten und Sozialisten zu den ersten Opfern der Nazis gehörten. DIE LINKE. Gelsenkirchen wird wieder am Gedenkzug teilnehmen so wie sie es schon seit Jahren macht“, so Gatzemeier abschließend.
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4 Kommentare
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 08.11.2017 | 15:01  
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Michael Fischer aus Velbert-Neviges | 08.11.2017 | 16:50  
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Martina Janßen aus Hattingen | 14.11.2017 | 18:08  
Oliver Borgwardt aus Gladbeck | 16.11.2017 | 14:04  
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