Ein moderner ZOB für GE

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Carsten Daldrup, der stellvertretende Betriebsleiter BoGeStra, Andreas Knolle, Teamleiter des Referat Verkehr der Stadt Gelsenkirchen, Stadtbaurat Martin Harter und Jörg Filter, der stellvertretende BoGeStra-Vorstand für den Bereich Betrieb zeigten sich begeistert von den Plänen zur Umgestaltung des Busbahnhpfes am Hauptbahnhof Gelsenkirchen.Foto: Gerd Kaemper
 
Eine Planskizze zum neuen Zentralen Omnibusbahnhof zeigt deutlich die großzüge Mittelüberdachung und die daran befindlichen Busbuchten.Foto: Stadt GE
Gelsenkirchen: Zentraler Omnibusbahnhof |

„Wir freuen uns jetzt auch in der Gelsenkirchener City mit dem Umbau des Zentralen Omnibusbahnhofes beginnen zu können, nachdem wir in Buer ja schon im letzten Jahr gestartet sind und der Fortschritt sich schon sehen lassen kann“, damit eröffnete Stadtbaurat Martin Harter die Gesprächsrunde um den Umbau des ZOB in Gelsenkirchen.

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus

Am Montag, 6. März, wird der Startschuss für die Bauarbeiten gegeben und bis dahin sind die Stadt Gelsenkirchen und die BoGeStra, die in Kooperation den Umbau in Angriff nehmen, bemüht die Fahrgäste über die Maßnahmen und die Folgen für den Öffentlichen Personennahverkehr während der achtmonatigen Bauzeit zu informieren.
„Der Umbau“, verspricht Harter, „sorgt dafür, dass der ZOB eine moderne Verkehrsanlage wird und der öffentliche Personennahverkehr dadurch attraktiver wird.“
Erfreut zeigte sich Jörg Filter, der stellvertretende Vorstand der BoGeStra für den Bereich Betrieb, über die Maßnahme: „Wir sind froh, dass die Stadt Gelsenkirchen so viel Geld in die Hand nimmt, um einen modernen, effizienten und barrierefreien zentralen Omnibusbahnhof zu gestalten. Denn die Aufenthaltsqualität der Fahrgäste wird durch den Umbau deutlich gesteigert und der neue ZOB wird komplett barrierefrei erreichbar sein.“

Dauerbaustelle ZOB

Allerdings liegt dem Umbau nicht nur das Fahrgastinteresse zugrunde, sondern auch wirtschaftliche Erwägungen, denn der Busbahnhof ist ein dank seiner Konstruktion eine Dauerbaustelle, in die immer wieder investiert werden muss, wie Andreas Knolle, der Teamleiter des Referat Verkehr der Stadt Gelsenkirchen erläuterte. „Die Betonmassiv-Kontruktion stammt bekanntlich aus der Mitte der 80er Jahre und bedarf eines hohen Erhaltungsaufwandes. Zum einen gibt es immer wieder Probleme mit der Dichtigkeit, so dass Wasser in die unter dem Busbahnhof befindlichen Ladenlokale des Bahnhofs-Center eintritt, und zum anderen Oberflächenschäden durch die Befahrung mit den Bussen. Das ist auch erkennbar an den deutlichen Spurrillen“, schilderte der Fachmann. Die letzte große Sanierung des zentralen Omnibusbahnhofes fand übrigens im Jahr 2003 statt.

Gut investierte 4 Millionen Euro

Der Umbau kostet rund 4,9 Millionen Euro, wobei etwas mehr als 3 Millionen Euro durch Fördergelder finanziert werden können. Baustart ist am 6. März und die Verantwortlichen rechnen mit der Fertigstellung im November diesen Jahres.
Um die Folgekosten moderat zu halten wurde ein spezieller Fahrbahnaufbau gewählt, der den „ingeniertechnisch eine Herausforderung darstellenden Busbahnhof“ längerfristig solide halten soll. Außerdem wird es neue Fugenkonstruktion geben, die die einzelnenTeile des Betonmassivs dichter halten und somit weiteren Wasserschäden vorbeugen soll.

Bürgerwünsche werden berücksichtigt

Martin Harter verweist bei der Vorstellung des neuen ZOB auch darauf, dass die Ergebnisse der umfassenden Bürgerbefragung mit in die Planungen einbezogen worden sind. So waren ursprünglich mehrere kleinere Fahrgastunterstände geplant, nun wird aber dem Wunsch der Bürger Rechnung getragen und eine große durchgängige Überdachung gebaut.
„Diese ist“, wir Knolle erklärte, „mit einer mittigen Lichtkuppel, die über die ganze Länge geht, durch Tageslicht erhellt und in den Abendstunden durch ein umlaufendes LED-Lichtband. Die Überdachung auf der Seite an der sich die Ladenlokale befinden, wird die Überdachung in gleicher Bauweise gestaltet.“
Jörg Filter erläuterte, dass in den ersten Tagen der Umbaumaßnahmen Kundenberater vor Ort sein werden, um die Fragen der Fahrgäste zu den umgelegten Haltestellen der 14 am Busbahnhof verkehrenden Linien zu beantworten. Das Kundencenter muss vermutlich vorerst weiterhin in der an den Busbahnhof grenzenden Ladenzeile bleiben, da das neue Ladenlokal, das sich direkt neben der Rolltreppe, die zum Busbahnhof rauf führt, befindet, noch nicht bezogen werden kann. Das stellt eine Beschwernis für die Fahrgäste dar, die erst zur Baustelle müssen, um dann wieder nach unten zu ihren Umbau-Haltestellen zu gelangen, ist aber logistisch nicht zu ändern. Zumindest in der ersten Zeit nicht.
Umso schöner wird der fertiggestellte neue zentrale Ombnibusbahnhof, verrät Filter: „Der ZOB wird komplett barrierefrei, weil er nicht nur über ein taktiles Leitsystem für Sehbehinderte verfügen wird, sondern auch über ein dynamisches Fahrgastinformationssystem. Die Mittelinsel ist durch Rampen gut erreichbar für mobilitätseingeschränkte Personen und der niveaufreie Einstieg wird von den Busssen gewährleistet.“

Moderner, heller und attraktiver

Aber auch ansonsten soll der neue und moderne Busbahnhof einiges zu bieten haben, wie Sitzbänke und Wetterschutz an allen Bussteigen.
Während der Bauphase werden die Haltestellen der Buslinien auf fünf Bussteige in unmittelbarer Nähe auif der Hiberniastraße, der Husemannstraße, der Diekampstraße sowie der Ringstraße verteilt. „Dadurch kann es zu Änderungen der Abfahrtzeiten kommen. Darüber sollten sich die Fahrgäste besser bereits im Vorfeld informieren. Ansonsten lege ich allen Fahrgästen ans Herz Umsteigmöglichkeiten zu nutzen, die sich bereits vor Erreichen des Hauptbahnhofes ergeben, wie etwa am Musiktheater“, lautet ein Tipp von Jörg Filter.

Hier gibt es Infos während des Umbaus

Alle wichtigen Informationen zu dem gesamten Projekt finden sich unter https://www.gelsenkirchen.de/de/Infrastruktur/Stad... bei der Bogestra unter http://www.bogestra.de/.
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