Ein neuer Begegnungsort für Bismarck

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Die Erweiterungsräume sind derzeit noch im Roh-Zustand. Über ihre Gestaltung wird erst nach der Bürgerversammlung im März entschieden, wenn die Bürger ihre Wünsche geäußert haben. Doch erste Ideen haben Pastoralreferent Hans-Georg Knickmann-Kursch, Yacouba Coulibaly, Dual-Student bei der Caritas Gelsenkirchen, Sozial-Pädagogin Katharina Müller und Michael Neuhaus von der Flüchtlingshilfe der Caritas schon parat.Foto: Gerd Kaemper
 
Das Ladenlokal an der Bismarckstraße 181 ist auch bekannt als ehemalige Glocken-Apotheke und damit vielen Bismarckern sehr präsent. Foto: Gerd Kaemper
Gelsenkirchen: Stadtteilladen Bismarck |

„Der Beginn eines dynamischen Prozesses“ nennt Hans-Georg „Arthur“ Knickmann-Kursch die bevorstehende Eröffnung des Stadtteilladens Bismarck. Offiziell eröffnet wird das sozialpastorale Zentrum am Freitag, 16. Februar, um 14 Uhr und alle Bismarcker Bürger sind dazu eingeladen in die Bismarckstraße 181 zu kommen.

Mit einer „kleinen Keimzelle“ wird der Stadtteilladen als ein Begegnungsort mitten in Bismarck eröffnet, aber gleich mit der Option auf eine räumliche Erweiterung. Denn an der Gestaltung und dem Angebot des Stadtteilladens sollen die Bürger Mitspracherecht haben.
Das Tandem-Team, bestehend aus der Sozial-Pädagogin Katharina Müller und dem Pastoralreferenten Hans-Georg Knickmann-Kursch, bildet bereits seit vergangenem Sommer das Gesicht des sozialpastoralen Zentrums. Unterstützt wird das Tandem durch sechs ehrenamtlich Tätige.
Ermöglicht wurde die Einrichtung des Stadtteilladens durch die Zukunftsbild-Projekte des Bistums Essen. Dabei geht es zum einen um den Pfarrei-Entwicklungsprozess und zum anderen um 20 Projekte, die neue Wege beschreiten.
Eins davon ist das sozialpastorale Zentrum in Bismarck. „Gelsenkirchen ist hier der Vorreiter für andere Bistümer und der Modellcharakter dieses Zentrums wird zur Nachahmung empfohlen“, freut sich Pfarrer Ingo Mattauch von der St. Joseph-Gemeinde, der sehr froh ist, dass seine Gemeinde den Zuschlag für das Projekt erhalten hat.

Offen für alle Bürger,obwohl die Kirche zahlt

Durch die Unterstützung des Bistums ist der Fortbestand des Zentrums zunächst bis Ende 2020 gesichert. Danach ist die Pfarrei St. Joseph aber gewillt, es weiter zu unterstützen, wenn auch nicht zu 100 Prozent. Aber die Gemeindegremien sind bereits seit der Planung in den Prozess einbezogen und haben sich auch für Bismarck als Örtlichkeit und die Bismarckstraße 181 als Location entschieden.
„Wir wollen hier zeigen, was wir als Kirche für die Gesellschaft tun können. Denn es ist uns ein Anliegen nicht nur darüber nachzudenken, was wir aufgeben können und müssen, sondern was wir tun, verändern und verbessern können“, schildert der Pfarrer, dem sehr wichtig ist, dass es sich bei dem Stadtteilladen um keine katholische und auch keine christliche, sondern eine bürgerliche Einrichtung handeln soll, die allen Bürgern egal welcher Herkunft, Kultur und Religion offen steht.
„Wir wollen nicht von oben herab etwas anbieten, sonden mit den Bürgern gemeinsam Ideen entwickeln, was in Bismarck fehlt und nötig ist“, erklärt auch der Pastoralreferent. Darum wurde zunächst der Titel „Stadtteilladen“ übernommen, der auch von der Stadt und Wohlfahrtsverbänden in anderen Quartieren genutzt wird. „Im Sommer, wenn wir hier vor Ort ein wenig bekannter sind, wollen wir gemeinsam mit den Bürgern einen neuen Namen suchen.“
Erste Ideen für die Nutzung der Räumlichkeiten gibt es auch schon. Michael Neuhaus, der Teamleiter Flüchtlingshilfe der Caritas Gelsenkirchen, könnte sich vorstellen, mit dem von der Flüchtlingshilfe organisierten Frauenfrühstück in die neuen Räumlichkeiten umzuziehen. „Damit wären wir mitten drin im Quartier und von außen durch das große Schaufenster gut sichtbar. Und vielleicht kämen dadurch auch andere Frauen auf den Geschmack, vorbeizuschauen. Das würde bedeuten, dass die Flüchtlingsfrauen nicht mehr unter sich wären und ein großer Schritt in Sachen Integration erfolgen könnte.“


Jetzt sind die Bismarcker Bürger gefragt

Vom 15. Februar bis zum 2. März werden 1.000 Haushalte in Bismarck von 16 Honorkräften sowie Ehrenamtlern besucht und befragt. Dabei geht es um die Fragen: Was gefällt Ihnen in Bismarck und was nicht? Wofür würden Sie sich engagieren? Was fehlt hier im Quartier?
Die Ergebnisse der aktivierenden Befragung, die natürlich auch Werbung für den Stadtteilladen machen soll, werden dann am Mittwoch, 14. März, ab 18 Uhr im Franziskussaal an der Theodorstraße 15 im Rahmen einer Bewohnerversammlung öffentlich gemacht und diskutiert.
„Wir wollen nicht in Konkurrenz treten zu bereits bestehenden Angeboten oder Institutionen. Wir wollen Synergien schaffen und eine Vernetzung vorantreiben auf einem intensiven Niveau. Denn sozialpastorale Zentren richten sich nach den Bedürfnissen und dem Bedarf der Menschen vor Ort. Darum werden die Zusatzräume auch erst nach der Bürgerversammlung weiter geplant, wenn wir wissen, was sich die Bürger wünschen“, erklärt Hans-Georg Knickmann-Kursch. 

Die Eröffnungsparty am Freitag, 16. Februar

Die Eröffnungsfeier am Freitag, 16. Februar, beginnt um 14 Uhr und steht unter dem Motto „Jetzt geht´s los!“ Dabei sind ab 14.30 Uhr Kinder eingeladen, das Schaufenster kunterbunt zu gestalten. Und weil es heißt „Alles Gute kommt von oben!“, erhält der Stadtteilladen um 16.30 Uhr einen Segen.
„Füße hochlegen mit Abendbrot“ heißt es ab 18 Uhr, denn dann wird es Zeit für den Film „Gelsenkirchen im Wandel“, der von Stadtführer und Stadtkenner Helmut Barek moderierend begleitet wird. Gegen 19.30 Uhr ist dann „Schluss für heute!“
Aber damit ist natürlich noch lange nicht Schluss, denn Katharina Müller und Hans-Georg Knickmann-Kursch sind montags von 15 bis 18 Uhr sowie dienstags und mittwochs von 10 bis 13 Uhr verbindlich im Stadtteilladen anzutreffen. Durch das große Schaufenster kann man sie auch gut sehen. Eröffnung & Öffnungszeiten
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2 Kommentare
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Hans-Jürgen Smula aus Gelsenkirchen | 14.02.2018 | 15:29  
silke sobotta aus Gelsenkirchen | 14.02.2018 | 15:38  
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