Impfung gegen Masern - Höchste Fallzahlen seit zehn Jahren im Revier

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Gelsenkirchen: Gelsenkirchen | Im Jahr 2017 sind bislang in Nordrhein-Westfalen 339 Masernfälle bekannt, besonders betroffen ist das Ruhrgebiet (Datenstand vom 8. Mai 2017).
Hier wird laut Landeszentrum Gesundheit NRW schon jetzt die höchste Fallzahl seit zehn Jahren festgestellt. Vorwiegend sind kleine Kinder an Masern erkrankt. Insgesamt 121 Fälle sind jünger als vier Jahre, 51 Fälle sind unter einem Jahr alt. Auch wenn sich die Masern in Gelsenkirchen noch nicht so ausgebreitet haben, im Jahr 2016 gab es zwei, 2017 bisher drei Fälle, ist eine Impfung der einzige wirksame Schutz!

Kinderkrankheit trifft nicht nur Kinder

Masern gehören zu den schwersten Infektionskrankheiten im Kindesalter. Doch auch Jugendliche und Erwachsene können erkranken. Das heißt, um eine Ausbreitung und damit eine Ansteckung Ihres Kindes in Gelsenkirchen zu verhindern, ist eine Impfung gegen Masern wichtig.
Bei dem Impfstoff handelt es sich um einen Lebendimpfstoff, der in der Regel in einer kombinierten Zusammensetzung mit dem Mumps- und Röteln- sowie Windpockenvirus geimpft wird, die Masern-Mumps-Röteln-Varizellen (MMRV) Impfung. Dabei werden zwei Impfungen, optimal im zweiten Lebensjahr des Kindes, durchgeführt.
In der Regel ist nach der zweiten Masernimpfung ein 100-prozentiger Schutz gegeben. Fehlende Impfungen können jederzeit nachgeholt werden.
Wird eine Masernerkrankung im Kindergarten oder der Schule Ihres Kindes festgestellt und Ihr Kind weist keinen Impfschutz auf, kann Ihr Kind bis zu vier Wochen vom Besuch der Gemeinschaftseinrichtung ausgeschlossen werden.
Weitere Auskünfte, auch wenn kein Krankenversicherungsstatus besteht, erteilen die Ärztinnen und Ärzte des Referates Gesundheit im ehemaligen Gesundheitsamt an der Kurt-Schumacher-Straße 4. Ansprechpartner sind hier Klaus Mika, Telefon 169 2226, und Emilia Liebers, Telefon 169 2351.
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