Luchs Findus bleibt flüchtig

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Luchskater Findus lebt seit August letzten Jahres im Gelsenkirchener Zoo. Nach der Quarantäne des schwedischen Tieres und der Eingewöhnung lernte er im November die fünfjährige Clara im Luchsgehege kennen. Clara befindet sich jetzt erst einmal bis auf weiteres im Stall. Foto: Zoom Erlebniswelt

Am Sonntag gegen 9.45 Uhr konnte der zweijährige Luchs Findus aus seinem Gehege in der Zoom Erlebniswelt Gelsenkirchen entweichen. Trotz Unterstützung von der Feuerwehr und der Polizei Gelsenkirchen konnte die Katze bis jetzt nicht gefunden werden.

Die sofort eingeleitete Suche mit rund einem Dutzend Zoomitarbeitern –darunter auch die Zootierärztin mit einem Narkosegewehr – blieb leider erfolglos. Luchse können in kurzen Sprints bis zu 70 Stundenkilometer schnell werden.
Zusätzlich wurden der Zoo und seine Umgebung mit einer Drohne der örtlichen Feuerwehr abgesucht. Tierpfleger durchforstet das gesamte Gelände, schauten auf jeden Baum und unter jede Brücke. Findus bleibt aber bis jetzt weiterhin nicht auffindbar.

Die Analyse des Ausbruchs hat ergeben, dass menschliches Versagen mit einer Verkettung mehrerer unglücklicher Umstände zu dem Ausbruch geführt hat. Die Tiere hätten sich – gemäß Anweisung des zoologischen Leiters – bei der Eisbildung auf dem Wassergraben nicht auf der Außenanlage befinden dürfen. Die zusätzlichen Sicherungen dieses Geheges (E-Draht, Schilfdrahtzaun, etc.) und aller anderen Tieranlagen sind ausreichend. Nur durch den Sprung von der Eisscholle hat der Luchs die Möglichkeit bekommen, diese Sicherungen zu überwinden.

„Wir gehen davon aus, dass sich Findus noch in der Nähe der ZOOM Erlebniswelt aufhält“, so Frank Ahrens, zoologischer Leiter und Koordinator der Suche nach dem verschwundenen Tier. Zurzeit werden Hinweise aus der Bevölkerung aufgenommen und eine „Landkarte“ erstellt, bei der sich dann hoffentlich die Punkte verdichten, die auf den Aufenthalt von Findus schließen lassen.

Mit Lebendfallen sollen Findus wieder eingefangen werden

Dann erst werden die drei Lebendfallen aufgestellt, um die Wahrscheinlichkeit, den Luchs einzufangen, zu erhöhen. „Noch sind wir voller Hoffnung, dass wir Findus wohlbehalten wieder in sein Zuhause zurückbringen können“ erwartet Ahrens.
Luchse sind Raubtiere, aber auch sehr scheue Katzen. Sie meiden den Menschen und verstecken sich tagsüber im Dickicht des Waldes. In der Dämmerung gehen sie auf die Jagd nach Kaninchen, Füchsen oder Rehen. „Wir gehen davon aus, dass keine Gefahr für Gelsenkirchener Bürgerinnen und Bürger besteht“, beruhigt Ahrens.

Ansprechpartnerin vor Ort ist die Pressesprecherin der Zoom Erlebniswelt, Frau Dipl.-Biologin Sabine Haas (0163 - 88 65 568; sabine.haas@zoom-erlebniswelt.de).
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Herbert Lödorf aus Gelsenkirchen | 23.01.2017 | 14:19  
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