Spargelernte: Gewerkschaft informiert Beschäftigte in sechs Sprachen

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8,60 Euro pro Stunde muss es für Saisonarbeiter in der Spargelernte geben. Doch viele Beschäftigte kennen ihre Rechte nicht. Die IG BAU klärt auf. (Foto: IG- Bau)
Gelsenkirchen: IG BAU Emscher-Lippe-Aa rät Saisonarbeitern zu Lohn-Check. |

IG BAU Emscher-Lippe-Aa rät Saisonarbeitern zu Lohn-Check.

Faire Arbeit für den richtigen Spargelgenuss: Zum Beginn der Spargelzeit appelliert die IG BAU Emscher-Lippe-Aa an Erntehelfer in der Region, ihren Lohn zu prüfen. „Eine Saisonkraft muss in diesem Jahr mindestens 8,60 Euro pro Stunde bekommen“, erklärt der Bezirkschef der Agrar- und Umweltgewerkschaft, Georg Nießing. Mit Flyern in sechs Sprachen – unter anderem Rumänisch, Bulgarisch und Polnisch – informiert die IG BAU Beschäftigte über ihre Rechte, etwa auch bei Unterkunft und Verpflegung.



„Viele Saisonarbeiter kommen aus osteuropäischen Ländern zur Spargelernte zu uns. Oft wissen sie nicht, dass es überhaupt einen Mindestverdienst gibt. Das nutzen manche Chefs schamlos aus. Zusammen mit den Beschäftigten wollen wir gegen Lohn- Prellerei vorgehen“, so Nießing. Zu den Schwerpunkten der IG BAU-Info-Kampagne zählt auch die Dokumentation der Arbeitszeiten. Jede Hilfskraft solle über seine Schichten Buch führen und die Zeiten später mit dem Lohnzettel abgleichen.

Bei dem Mindestentgelt von 8,60 Euro in der Landwirtschaft handelt es sich um eine Übergangsregelung. Ab November dieses Jahres erhalten Saisonkräfte dann 9,10 Euro in Ost und West. „Rund 20 Kilogramm Spargel pro Stunde erntet ein Arbeiter im Schnitt“, so die IG BAU Emscher-Lippe-Aa. „Damit ist er gerade einmal mit 43 Cent an einem Kilo verkauften Spargels beteiligt. Diesen Betrag muss er dann aber auf jeden Fall bekommen.“

Die Info-Broschüre und weitere Hintergründe in ihrer Muttersprache finden Beschäftigte im Netz: http://www.faire-mobilitaet.de/
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