Zusammen gegen das Rauchen

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v.l.: Lehrerin Jasmin Böhm, Caritasmitarbeiter Bernd Miny, Lehrerin Melanie Jung und kommissarische Schulleiterin Ulla Petzolt vor der Schule an der Bergmannsglückstraße. (Foto: Julia Dillmann)

Damit an der Schule an der Bergmannsglückstraße bald nur noch die Köpfe rauchen, hat die Städtische Förderschule nun einen Kooperationsvertrag mit der Caritas abgeschlossen. Das Ziel: Alle Schüler sollen „nein“ zum Glimmstängel sagen.

Mit der Zusammenarbeit wird das schon vorhandene Anti-Rauch-Konzept der Schule durch das Beratungsangebot zum Thema „Sucht/Rauchen“ der Integrativen Fachberatungsstelle der Caritas ergänzt.
An der Schule und den umliegenden Haltestellen herrscht schon seit einiger Zeit absolutes Rauchverbot – für Schüler, Lehrer und Eltern. In der Praxis jedoch gibt es immer mal wieder Schüler, die sich eine Kippe anstecken. Wer erwischt wird, muss die Anti-Rauchstunde besuchen; und dennoch erweisen sich einige Schüler als resistente Wiederholungstäter. Diese werden nun ab dem dritten Verstoß gegen das Rauchverbot mit dem Einverständnis der Eltern an die Beratungsstelle der Caritas verwiesen.

Lehrerin Jasmin Böhm ist verantwortlich für die Anti-Rauchstunden der Schule. Sie weiß: „Viele Schüler fangen mit dem Rauchen an, um dazuzugehören.“ Und das gehe oft auch mit viel Unwissenheit daher. In der Anti-Rauchstunde wird daher aufgeklärt, warum Zigaretten schädlich sind, und was sie mit dem Körper machen. Das wirke besonders bei den Kleinen, so Böhm. Und weiter: „Fünftklässler, die das Rauchen einfach mal ausprobieren wollten, sind geschockt, wenn sie hören, wie schädlich das ist.“ Lehrerin Melanie Jung setzt auf Vorsorge: „Uns ist es extrem wichtig, dass gerade die Grundschüler nicht mit dem Rauchen in Verbindung kommen.“
Schüler von der 1. bis zur 10. Klasse besuchen die Förderschule an der Bergmannsglückstraße. Der Förderschwerpunkt liegt auf der emotionalen und sozialen Entwicklung. Die kommissarische Schulleiterin Ulla Petzolt erklärt: „Unsere Schüler haben Probleme damit, Regeln einzuhalten. Das spiegelt sich auch beim Rauchen wider.“

Doch mit dem Rauchen soll bald ganz Schluss sein. Mit Hilfe der Caritas. Bernd Miny, Integrative Fachberatungsstelle der Caritas: „Wir versuchen in der Beratung die Gründe herauszufinden, warum die Schüler mit dem Rauchen angefangen haben.“ Im besten Fall führe der Erkenntnisprozess dazu, dass die Schüler wieder mit dem Rauchen aufhören. Bernd Miny, Caritasmitarbeiter, mit kommissarischer Schulleiterin Ulla Petzolt beim Unterzeichnen des Kooperationsvertrages.
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