Gelsenkirchener Tennisklub rauscht im Eilzug in die 2. Liga

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Riesenfreude beim GTK: Herren 30 wurden Westfalenmeister und steigen in die Regionalliga auf. Dort wird man im nächsten Jahr unter anderem auf ehemalige Daviscupspieler wie Philip Kohlschreiber treffen.


Eine geschlossene Mannschaftsleistung sowie eine große Portion individuelle Klasse lassen die Herren 30 vom Gelsenkirchener Tennisklub jubeln.

In dem Spiel der beiden Sieger aus den Westfalenligen, der Gastgebenden DJK SF Dülmen und dem Gelsenkirchener Tennisklub, stand am Ende der GTK als Westfalenmeister und Regionalligaaufsteiger fest. Sie siegten mit einem deutlichen 7:2.

Schon bei der Ankunft in Dülmen merkten das Team von Mannschaftsführer Adam Banaszewski und die zahlreich mitgereisten Tennisbegeisterten aus Gelsenkirchen, dass dieser Tag ein besonderer wurde. Die DJK SF Dülmen hatte eine logistische Meisterleistung bei der Organisation vollbracht. Insgesamt tummelten sich fast 500 Zuschauer auf der Anlage an der Hülstener Straße.

In der ersten Runde standen sich die an Nummer 2 gesetzten Christian Hoffmann (Dülmen) und der Pole Marek Pokrywka (GTK) im Einzel gegenüber. Der in dieser Saison noch unbesiegte Dülmener konnte sich im ersten Satz nicht an das druckvolle und schnelle Spiel von Marek Pokrywka gewöhnen, er ging mit 1:6 in Rückstand. Im zweiten Satz ließ Pokrywka die Zügel etwas schleifen, denn dieser Satz ging mit 6:3 an Hoffmann.

Nach einer kurzen Analyse mit seinem Mannschftskollegen Malte Kupfer besann sich Pokrywka wieder auf sein Spiel und machte mit 6:1 kurzen Prozess. Deutlich nervös zeigte sich Christopher Bodemeier vom GTK gegen Kilian Niehues aus Dülmen. Bodermeier fand nicht richtig ins Match, gewann aber durch seinen Willen und starkes Aufschlagspiel gegen den Dülmener Niehues am Ende mit 5:7, 6:3, 6:3.

Keine Schwierigkeiten hatte Gelsenkirchens Christian Hojnacki mit Daniel Kau (Dülmen). „Bei Christian ist es zum Teil unglaublich, welche Bälle er noch zurück bringt“, sagte Pressewart Markus Guski. So kam es auch zu dem nie in Gefahr geratenden 6:3, 6:2 Sieg. Die 3:0 Führung nach den ersten Einzel beflügelte die Gelsenkirchener nochmals in ihrer Konzentration. Daniel Nix fegte sein dülmener Gegenüber, Sven Schütter, regelrecht vom Platz. Ein beeindruckendes 6:0, 6:1 stand an Ende auf dem Spielstandsanzeiger.

Spannend hingegen gestaltete Adam Banaszewski vom GTK sein Match. Nachdem Andre Bachmann (Dülmen) den ersten Satz mit 3:6 abgab, ging der Zweite mit 6:2 an ihn. Im Dritten Satz war die Spannung kaum zu überbieten. Ein zwischenzeitliches 4:1 für Bachmann war für die Zuschauer bereits der sicher geglaubte Sieg. Doch Adam Banaszewski konnte durch gute Spielvorbereitung immer wieder seine Passierbälle ansetzen. Er wandelte den Spielstand in ein 5:4 aus seiner Sicht. Im Tie-Brake holte sich dann Banaszewski mit 7:3 das Gesamtspiel. Der Neuzugang vom GTK, Florian Stephan, LK 2, traf auf den früher beim GTK aktiven Bastian Beck (Dülmen, LK 1). In dem hochklassigen Match, die Zuschauer belohnten viele Bälle mit tosendem Applaus, holte Bastian Beck mit 7:6, 6:4, den einzigen Dülmener Einzelpunkt.

Natürlich war die Freude über das nicht mehr einzuholende 5:1 riesig, aber die Gelsenkirchener hielten ihren Jubel aus Respekt vor den guten Gastgebern noch zurück. Schließlich standen noch die Doppel an.

In den Doppel kamen alle mitgereisten GTK-Spieler zum Einsatz. In den drei Matches schenkten sich die Aktiven nichts. Alle ausgeglichenen Spiele endeten sehr knapp und hatten ausgezeichneten Sport zu bieten. Besonders spannend gestaltete sich das erste Doppel mit Marek Pokrywka / Frank Schulte (GTK) gegen Bastian Beck / Theodor Jeising, es wurde erst im Match-Tiebrake mit 10:5 entschieden. Florian Stephan gewann zusammen mit Moritz Wisniewski mit 7:6, 7:6 für den GTK ihr Doppel gegen Christian Hoffmann / Manuel Behlert (Dülmen). Lediglich Christian Hojnacki mit Malte Kupfer mussten sich aus Sicht vom Gelsenkirchener TK mit 5:7, 6:7 geschlagen geben.

Nach dem letzten geschlagenen Ball kannte die Freude und der Jubel über die Westfalenmeisterschaft und den Aufstieg in die zweithöchste deutsche Spielklasse dann keine Grenzen mehr. Sekt- und Bierfontänen ergossen sich über die Spieler und teilweise auch über die mitgereisten Gelsenkirchener Fans. Der Präsident vom GTK, Ulrich Sander, war voller Lob und Freude: „Diese tolle Mannschaft hat uns in dieser Saison so viel Freude bereitet, ich bin begeistert.“
Nach ein paar Getränken mit den Gastgebern ging es dann zu einer langen Nacht zurück ins Clubhaus an der Zeppelinallee.


Der große und spielstarke Kader setzte sich über die ganze Saison zusammen aus:
Nr. 1: Florian Stephan, Leistungsklasse (LK) 1, Neuzugang zu dieser Saison, verfügt über Erfahrung aus ATP-Worldtour
Nr. 2: Marek Pokrywka, Polen, LK 2, spielt seit Jahren Medenspiele für den GTK, ist Trainer in Norwegen und für polnische Nachwuchsspielerin, fliegt oder fährt zu den GTK-Spielen, kommt dann bei Mannschaftskollegen unter, verbringt in der Regel ein komplettes Wochenende in GE, ist ein „Supertyp“ und fühlt sich im GTK sehr wohl
Nr. 3: Daniel Nix, LK 2, in der Regel sicher Punktelieferant für sein Team
Nr. 4: Christopher Bodemeier, LK 2, spielt seit 12 Jahren für den GTK
Nr. 5: Adam Banaszewski, LK 5, Mannschaftsführer, GTK-Eigengewächs, engagiert sich im Club
Nr. 6: Christian Hojnaki, LK 5, kam durch Freunde in der Mannschaft zum GTK, hat an 6 alle Einzel gewonnen!!
Nr. 7: Frank Schulte, LK 7, seit über 20 Jahren im GTK, „Oldtimer“ der Truppe mit 46 Jahren
Nr. 8: Moritz Wisniewski, LK 8, kam in dieser Saison zum GTK und kam über Freunde zum GTK
Nr. 9: Matthias Nowienski, LK 10, GTK-Eigengewächs, Vorstandsmitglied als Sportwart GTK
Nr. 10: Malte Kupfer, LK 10, GTK-Eigengewächs, ist gerne für gute Stimmung im Team und im Verein zuständig
Nr. 11: Orkan Cakir, LK 11, GTK-Eigengewächs

Ebenfalls stark spielten die Juniorinnen U18 bei den Westfälischen Meisterschaften. Sie erreichten Platz 5 und sind damit Beleg für die sehr gute Jugendarbeit des Klubs unter Jugendsportwart Guido Weber.

Markus Guski

(Pressesprecher)
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