Huntelaar rettet S04 gegen RB Leipzig einen Punkt

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Klaas-Jan Huntelaar (m.) traf zu Beginn der zweiten Halbzeit nach nur 45 Sekunden zum 1:1. Die Vorlage kam von Daniel Caligiuri (r.). (Foto: Gerd Kaemper)
Gelsenkirchen: Veltins-Arena |

Schalke 04 und RB Leipzig hat sich am 30. Spieltag 1:1 (0:1) unentschieden getrennt. Nach einer starken ersten Halbzeit und einer hochverdienten Führung, kamen die Gäste in Halbzeit zwei nicht mehr auf Schalke zurecht. Die Königsblauen profitierten dann auch noch von einem Blitzstart in der zweiten Hälfte.

45 Sekunden waren in der zweiten Halbzeit gespielt, als Klaas-Jan Huntelaar überraschend freistehend aus fünf Metern den 1:1-Ausgleich für die Schalker köpfte – nach Vorlage von Daniel Caligiuri, der dann vier Minuten später ausgewechselt wurde. Ein Wechsel, der wohl schon zur Halbzeit so abgesprochen war. In der nahm Trainer Markus Weinzierl auch ein paar wenige, aber entscheidende Änderungen im Positionsspiel seiner Spieler vor, die fruchteten. Denn in den ersten 45 Minuten bekam der S04 insbesondere Leipzigs Spielmacher Naby Keita nicht in den Griff, der das Spiel des Tabellenzweiten geschickt lenkte und mit dafür sorgte, dass die Schnelligkeit immer wieder in den richtigen Moment eingesetzt wurde und bei den Schalkern für große Probleme sorgte.

Forsberg verpasst nach 19 Minuten die Vorentscheidung

So große, dass es nach 19 Minuten eigentlich sogar 0:2 hätte stehen müssen. Doch Emil Forsberg, der völlig alleine auf Ralf Fährmann zulief, weil die Abseitsfalle beim S04 nicht funktionierte, schob den Ball rechts am Tor vorbei. Zu dem Zeitpunkt stand es schon fünf Minuten lang 0:1, weil der auf Schalke wegen seiner dreisten Schwalbe aus dem Hinspiel so verhasste Timo Werner per Kopfball erfolgreich war. Weil Forsberg aber eben nicht traf und Schalke spätestens mit dem Ausgleichstreffer in der 46. Spielminute wesentlich stabiler war, drehte sich das Blatt.

Coke mit Doppel-Chance in 60 Sekunden

Binnen 60 Sekunden hatte Schalkes Rechtsverteidiger Coke sogar in der 65. und 66. Spielminute zweimal nach Flanke von Max Meyer per Kopf die Chance, das 2:1 zu erzielen, köpfte aber einmal knapp rechts und einmal knapp links vorbei. Die restliche zweite Hälfte war insgesamt von vielen kleineren und größeren Nickeligkeiten und damit verbunden, vielen Unterbrechungen geprägt. Zum Schluss wurde deutlich, dass beide Teams mit der Punkteteilung leben konnten.

Schalke 04 versackt im Niemandsland der Tabelle

Leipzig zum einen, weil es nach wie vor als Aufsteiger auf einem glänzenden zweiten Tabellenplatz steht und seit Sonntagabend rechnerisch die Saison nicht mehr schlechter als Platz vier abschließen kann. Schalke zum anderen, weil es nach kräfteraubenden 120 Minuten am Donnerstag gegen Amsterdam, inklusive eines bitteren Ausgangs, gegen einen spielerisch stärkeren Gegner trotz Rückstand noch einen Punkt mitnehmen konnte. Das Tabellenbild sagt über Schalkes Saison aber nun alles aus: Sechs Punkte hinter Platz sechs und sechs Punkte vor Platz 16: nicht Fisch, nicht Fleisch.
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