Kehrer rettet mit seinem ersten Bundesliga-Tor dem S04 einen Punkt im Derby

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Coke (m.) absolvierte erstmals ein Pflichtspiel für den S04. Der Rechtsverteidiger war im Sommer vom FC Sevilla gekommen und verletzte sich in der Vorbereitung dann aber schwer am Knie. (Foto: Gerd Kaemper)
 
Benedikt Höwedes hatte mit Pierre-Emerick Aubameyang seine Müh' und Not. (Foto: Gerd Kaemper)
Gelsenkirchen: Veltins-Arena |

Das 150. Pflichtspiel-Derby zwischen Schalke und Dortmund endete am Samstag 1:1 (0:0). Nach mauer erster Halbzeit vom S04, hatte dieser zunächst Glück nach dem 0:1 nicht noch höher zurückzuliegen. In der Nachspielzeit überschlugen sich dann die Emotionen!

Schalke-Trainer Markus Weinzierl musste im Derby auf Sead Kolasinac verzichten, der sich bei seinem Länderspiel-Einsatz vor einer Woche an den Adduktoren verletzt hatte, nicht rechtzeitig fit wurde und wohl auch am Dienstag (20 Uhr) in Bremen ausfallen wird. Seine Position bekleidete Thilo Kehrer, der zuletzt Rechtsverteidiger war. Dort agierte Sommer-Neuzugang Coke in seinem ersten Pflichtspiel für die Königsblauen, nachdem der Spanier sich vor acht Monaten schwer am Knie verletzt hatte.

Fährmann und Höwedes retten zweimal gegen Aubameyang

In den ersten fünf Minuten hatten beide Teams jeweils eine gute Torgelegenheit, wurden aber entweder im letzten Moment am Torschuss gehindert (Guido Burgstaller) oder zielten etwas zu ungenau (Ousmane Dembélé). Danach verflachte das insgesamt friedliche Derby zunächst, in dem Schalke tief in der eigenen Hälfte stand und bei eigenem Ballbesitz früh vom BVB attackiert wurde, womit es keinen guten Spielaufbau bis in die gegnerische Hälfte gab.

25 Minuten nach den ersten Torchancen waren es dann Daniel Caligiuri für Schalke und danach abermals Dembélé für Dortmund, die ihre Farben in Führung hätten bringen können. Doch in den Situationen fielen ebenso wenig Tore, wie bei den Chancen von Pierre-Emerick Aubameyang in der 34. und 42. Minute, als erst Ralf Fährmann und dann Benedikt Höwedes das 0:1 verhinderten.

Chancenlos waren aber beide in der 53. Minute, als der Top-Torjäger des BVB den Führungstreffer erzielte. Shinji Kagawa war allein auf Fährmann zugelaufen und passte dann uneigennützig auf Aubameyang quer, der nur noch ins leere Tor einschieben musste. Ärgerlich aus Sicht der Schalker: Der Treffer resultierte aus einem Konter, nachdem der S04 selbst Sekunden zuvor das 1:0 hätte erzielen können, wenn nicht sogar müssen. Doch ein Foulspiel an Burgstaller im Strafraum übersah Schiedsrichter Felix Zwayer, so dass Burgstallers Schuss zu harmlos für Dortmunds Torhüter Roman Bürki war.

BVB verpasst wiederholt die Vorentscheidung

Unmittelbar nach der BVB-Führung hatten beide Teams beste Gelegenheiten zu weiteren Treffer. Erst scheiterte Höwedes mit einem Kopfball am sensationell reagierenden Bürki (57.), ehe Aubameyang 50 Sekunden später sich revanchieren und allein auf Fährmann zulaufend noch einmal auf seinen Mitspieler Dembélé querspielen wollte. Der Querpass war aber zu schlecht, so dass Höwedes noch klären konnte.

Ähnlich viel Glück hatten die Königsblauen in der 74. Minute, als Dembélé nur den rechten Innenpfosten traf, von wo aus der Ball wieder ins Feld sprang. Das Auslassen der guten Torchancen sollte sich aus Sicht der Gäste nur kurze Zeit später rächen. In der 78. Minute legte Leon Goretzka mit der Sohle zurück auf Kehrer, der wohl überlegt mit seinem rechten Fuß unten ins linke Eck präzise zum Ausgleich einschoss! Für den beidfüßig starken Defensiv-Spezialisten war es im zwölften Bundesligaspiel der erste Treffer.

Zwayer verweigert Schalke in der Nachspielzeit einen Elfmeter

Das Derby lebte in den Schlusssekunden von der Spannung und die hielt bis zur 94. Minute an. Zunächst sprang der Ball im Strafraum an die Hand von BVB-Verteidiger Marc Bartra, doch der Pfiff des Schiedsrichters blieb aus. Weinzierl regte sich anschließend zu sehr auf, so dass er auf die Tribüne verwiesen wurde. Doch auch nach dem kurze Zeit später erfolgten Schlusspfiff war es auf dem Feld noch hektisch.

Denn Schalke-Maskottchen Erwin hatte eine Rote Karte, die aus dem Zuschauer-Block geflogen war, aufgehoben und diese dann Schiedsrichter Zwayer gezeigt. Für den ehemaligen Schiedsrichter und TV-Experten Peter Gagelmann eine Respektlosigkeit. Er forderte den Kontrollausschuss auf, zu handeln. Eine Stunde nach Schlusspfiff hatte sich der Ärger aber schon wieder gelegt und Zwayer hatte erklärt, keinen Sonderbericht anzulegen.

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Christian Tiemeßen aus Emmerich am Rhein | 02.04.2017 | 09:13  
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