Kein Sieger im Revierderby - Bayern und Bremen schießen Gegner ab und Gomez-Show in Leverkusen

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Das 150. Pflichtspiel-Derby zwischen Schalke und Dortmund verlief fair - und war wenig spektakulär. (Foto: Gerd Kaemper)

Zwischen Schalke und Dortmund konnte trotz hektischer Schlussminuten kein Sieger am 26. Spieltag ermittelt werden. Bayern München schoss sechs, Bremen fünf, Leipzig vier und Mario Gomez drei Tore.

Die TSG Hoffenheim konnte nach ihrem 3:1-Sieg am Freitagabend in Berlin ihren neuen dritten Tabellenplatz auch nach dem Samstag verteidigen, weil der BVB auf Schalke trotz bester Möglichkeiten nicht über ein 1:1 hinauskam. Dortmund steht damit jetzt ein Punkt hinter der TSG auf Platz vier und sogar fünf hinter dem Tabellenzweiten RB Leipzig. Der Aufsteiger wies den Tabellenletzten Darmstadt 98 mit 4:0 in die Schranken und beendete damit seine erste Krise der Saison auf souveräne Art und Weise.

Aubameyang und Dembélé verpassen Derby-Vorentscheidung

Dass der BVB der Musik hinterherläuft, hat er sich selbst zuzuschreiben. Dortmund-nahe Journalisten sahen am Samstagnachmittag ein Déjà-vu der Borussia. Denn nicht zum ersten Mal verpasste der Champions League-Teilnehmer es, ein Spiel frühzeitig zu entscheiden. Nach der verdienten 1:0-Führung beim S04 durch Top-Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang kurz nach Anpfiff der zweiten Halbzeit, waren es Aubameyang und Ousmane Dembélé, die das 0:2 hätten erzielen müssen. Stattdessen schlug Schalke durch Thilo Kehrer noch zurück, konnte ausgleichen und hätte in der Nachspielzeit noch einen Handelfmeter kriegen können. Der Pfiff von Schiedsrichter Felix Zwayer blieb aus. Für Schalke-Maskottchen Erwin wohl zu viel.

DFB-Untersuchung wegen Schalke-Maskottchen Erwin

Das schnappte sich nach dem Abpfiff eine aus dem Publikum geflogene Rote Karte, die auf dem Spielfeld lag, schritt zu Zwayer und zeigte ihm diese. Eine Aktion, die nun den DFB-Kontrollausschuss auf den Plan ruft, der den Fall jetzt untersucht. Die „Erwin-Aktion“ war neben dem diskutablen, ausgebliebenen Elfmeter-Pfiff aber das einzig Aufregende in einem sonst mauen 150. Pflichtspiel-Derby, das den BVB Platz vier kostete. Die Königsblauen warten hingegen schon seit fünf Spielen auf einen Sieg gegen Dortmund, bleiben aber auf Schlagdistanz zu Platz sechs (drei Punkte Rückstand).

Überragender Lewandowski gegen Augsburg

Wesentlich aufregender war es da schon für die Anhänger des FC Bayern. 6:0 fegte der Tabellenführer den FC Augsburg weg, der wegen der Niederlage und des gleichzeitigen HSV-Sieges gegen Köln (2:1-Siegtreffer in der 92. Minute) auf den Relegationsplatz 16 abrutschte. Beim Kantersieg des FCB war einmal mehr Robert Lewandowski der Mann des Spiels. Der polnische Nationalspieler schoss drei Tore und bereitete zwei weitere Treffer vor.

Ingolstadt sendet Lebenszeichen im Abstiegskampf

Punktgleich mit Augsburg auf Platz 15 steht übrigens nun Mainz 05, das durch einen kuriosen Gegentreffer, der eigentlich als Flanke gedacht war und dann im Tor einschlug, 1:2 beim Tabellenvorletzten FC Ingolstadt verlor. Der FCI wiederum sendete damit im Abstiegskampf ein Lebenszeichen und hat „nur noch“ sieben Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz.

Werde Bremen das Team der Stunde

Von dem hat sich Werder Bremen im Jahr 2017 aktuell eindrucksvoll verabschiedet. 5:2 gewann das Team von der Weser beim SC Freiburg und holte damit in den vergangenen sechs Spielen 16 von möglichen 18 Punkten. Erstmals seit zwei Jahren ist der SVW damit seit sechs Spielen ungeschlagen und verloren auch nur eines der vergangenen acht Auswärtsspiele. Bitter aus Sicht der Grünhemden: Mit 32 Punkten hat man nach wie vor nur drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Sechs Tore in Leverkusen, drei davon durch Mario Gomez

Zwei Punkte weniger als Bremen hat der VfL Wolfsburg. Im letzten Spiel des 26. Spieltags trennten sich die „Wölfe“ in einem irren Spiel 3:3 von Bayer Leverkusen. Dabei hatte der VfL, beziehungsweise Mario Gomez, einen 0:2-Rückstand binnen sieben Minuten zwischen der 80. und 87. Spielminute in eine 3:2-Führung gedreht, ehe der Gastgeber zwei Zeigerumdrehungen später zum 3:3 ausglich. Gomez, der nun damit unter Andries Jonker in neun Spielen (Bayern und Wolfsburg) 15 Mal traf, konnte sich damit trotz des fünftschnellsten Hattricks der Bundesliga-Historie nicht wirklich freuen. Leverkusen aber auch nicht, das wie Bremen 32 Punkte hat und damit auch unter dem neuen Trainer Tayfun Korkut weiterhin im Abstiegskampf steckt.
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