Klaas-Jan Huntelaar: „Dann brauchen wir diese Termine auch nicht mehr zu machen!“

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Klaas-Jan Huntelaar (r.) war nach dem Leverkusen-Spiel gar nicht gut auf den Schiedsrichter Peter Gagelmann zu sprechen. (Foto: Gerd Kaemper)
Gelsenkirchen: Veltins-Arena |

Exakt zwei Szenen erhitzten die Schalker Gemüter im Spiel gegen Leverkusen. Schiedsrichter Peter Gagelmann rückte nach der 0:1-Niederlage des S04 in den Fokus der Analysen.

Klaas-Jan Huntelaar musste mehr oder weniger als Kapitän nach dem Spiel Rede und Antwort stehen. Da Benedikt Höwedes wegen einer Gelb-Sperre fehlte, war Huntelaar im Spiel gegen Leverkusen der Kapitän der Königsblauen. Ausgerechnet er, muss sich der 31-Jährige gedacht haben. Seit neun Spielen hat Huntelaar in der Bundesliga nicht mehr getroffen. Zuletzt traf der „Hunter“ Ende November beim 4:1-Heimsieg über Mainz. Damals sogar noch mit einem Dreierpack. Von solchen Leistungen ist Schalkes Stürmer derzeit weit entfernt.

Huntelaar seit neun Bundesliga-Spielen ohne Torerfolg

In der zwölften Minute hatte Huntelaar die Chance, das 1:0 für Schalke zu erzielen. „Den muss er machen“, sagte sogar Manager Horst Heldt nach dem Spiel ungewöhnlich deutlich. Im allerletzten Moment hatte sich Levekusen-Torwart Bernd Leno in den Ball geschmissen und das runde Leder zum Eckball abwehren können. Doch theoretisch hätte Huntelaar auch noch zwei weitere Möglichkeiten gehabt, ein Tor zu erzielen.

In der 54. Minute rückte Schiedsrichter Peter Gagelmann das erste Mal in den Fokus. Nach einer Hereingabe von Kevin-Prince Boateng bekam Ömer Toprak, der in der Halbzeit für Kyriakos Papadopoulos eingewechselt worden war, den Ball nicht unter Kontrolle. Der rollte dann sehr langsam in Richtung des eigenen Torwarts Bernd Leno, der die Kugel mit den Händen aufnahm. Rückpass? Die Pfeife von Gagelmann blieb stumm. Nicht so die Spieler und Fans des S04. Minutenlang musste sich der Unparteiische ein gellendes Pfeifkonzert und Beleidigungen anhören. Als sich die Szenerie etwas beruhigt hatte, rückte Gagelmann erneut in den Fokus.

Klaas-Jan Huntelaar: „Das war ein klarer Elfmeter“

In der 82. Minute schoss Boateng von der Strafraumgrenze, doch der Ball wurde vom Arm von Roberto Hilbert so abgelenkt, dass dieser nicht Richtung Tor, sondern ins Toraus zum Eckball flog. Handelfmeter? Die Pfeife von Gagelmann blieb erneut stumm. Das brachte nachher vor allem Huntelaar auf die Palme. „Das war ein klarer Elfmeter. Die Schiedsrichter kommen immer zu Beginn einer Saison zu uns und erklären uns, was Handspiel ist und was nicht. Wenn die Hand vom Körper weg ist und man wird angeschossen, ist es Hand. Ist die Hand am Körper angelegt und man wird angeschossen, ist es keine Hand. Vielleicht brauchen wir solche Termine demnächst nicht mehr machen. Dann haben wir auch mehr Zeit!“

Huntelaar vergaß aber auch nicht die eigene, schlechte Leistung. „Am Ende hatten wir es nicht verdient, zu gewinnen. Wir haben zu wenig gemacht und dann sind wir von solchen Schiedsrichter-Entscheidungen abhängig. Spielen wir gut, sind wir nicht davon abhängig. In Madrid und gegen Hoffenheim haben wir es gut gemacht. Davor hatten wir viele Spiele, die nicht gut waren.“
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