Michael Gspurning stellt Regel infrage

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Die Situation, die für viel Gesprächsstoff sorgte: Michael Gspurning foult Lars Stindl und es kommt zum Elfmeter für Borussia Mönchengladbach. (Foto: Gerd Kaemper)
Gelsenkirchen: Veltins-Arena |

Michael Gspurning kam im DFB-Pokal überraschend zu seinem Pflichtspiel-Debüt für den S04. Weil Stammtorwart Ralf Fährmann an Magen-Darm-Problemen litt, lief Gspurning erstmals in der Arena auf.

„Ich habe eher Vorfreude als Nervosität gespürt. Zwar bin ich nicht unerfahren. Aber das Debüt in der Arena ist schon etwas besonderes“, sagte der 34-Jährige nach der 0:2-Niederlage. Von seinem Einsatz erfuhr der Österreicher erst wenige Stunden zuvor. „Ich habe es mittags erfahren. Ralf ist leider krank geworden, so dass ich zum Zuge kam. Ich habe mich dann gut vorbereitet und versucht das Spiel zu genießen.“

Gspurning genoss das Spiel trotz der Gegentore

Laut Gspurning hörte das Genießen auch weder nach dem 0:1 noch nach dem 0:2 auf. „Ich habe es die ganze Zeit genossen, in der Arena spielen zu dürfen. Man weiß, wie schnell es im Fußball auf und ab geht. Ich habe die Atmosphäre und alles, was dazu gehört, aufgesogen, während ich natürlich den Fokus auf das Spiel gelegt habe. Aber das war für mich schon etwas Besonderes.“

Schalkes Ersatztorwart war sich bewusst, dass er neben Joel Matip entscheidenden Anteil an der 0:2-Niederlage hatte. Die Situation, die zum Elfmeter führte, sah Gspurning aber sehr kritisch. „Fakt ist, dass ich zum Ball gehe. Und wenn ich auf nassem Rasen rutsche, dann rutsche ich weiter und ich kann mich nicht in Luft auflösen. Der Stürmer hat es dann darauf angelegt und man muss es akzeptieren.“ Doch man merkte, dass es in dem 34-Jährigen arbeitete. „Es ist auch klar, dass man diese Situationen anders bewerten sollte. Wenn ein Torhüter so herauskommt, indem er auch die Arme ausstreckt, dann ist das die Technik. Aber der Spieler kann immer durchlaufen. Er macht es in diesem Fall natürlich clever und geht durch“, so Gspurning über Lars Stindl, der den Elfmeter für Mönchengladbach herausholte.

„Ich würde es wieder so machen“

Auf die Frage, ob er nicht hätte zurückziehen sollen, weil der Ball dann sowieso im Toraus gelandet wäre, antwortete der Torwart: „Aus meiner Position heraus habe ich das nicht so gesehen. Für mich war klar, dass ich da hin muss und der Stürmer war ja auch schneller als ich. Man kann im Spiel tausend Sachen anders machen. Aber so würde ich wieder dahingehen.“

Ob er auch am Samstag wieder hingehen darf, wenn der FC Ingolstadt in der Bundesliga zu Gast ist, weiß Gspurning noch nicht. „Jetzt arbeiten wir Donnerstag erst einmal das Pokal-Spiel auf und konzentrieren uns dann auf Ingolstadt. Im Moment mache ich mir darüber noch keine Gedanken.“ Fakt ist, dass er seinem Kontrahenten den Platz aber wieder gönnt. „Ralle hat mir vor dem Spiel noch viel Glück gewünscht und ich ihm eine schnelle Genesung.“ Tipps brauchte Gspurning aber nicht. „Jeder hat gewusst, dass ich keine großen Tipps brauche. Ich tausche mich in jedem Training mit Ralle aus, das ist nichts Spezielles. Wir arbeiten jeden Tag zusammen und gucken, was man besser machen kann. Die Beziehung zu ihm ist auf jeden Fall gut.“
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1 Kommentar
19.002
Hans-Jürgen Smula aus Gelsenkirchen | 29.10.2015 | 18:01  
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