Passive Schalker kassieren verdienten Ausgleich gegen TSG Hoffenheim

Anzeige
Schalke und Hoffenheim trennten sich am Sonntagabend 1:1 unentschieden. (Foto: Gerd Kaemper)
 
Zwar war der Punkt für den S04 schmeichelhaft. Dennoch: Schalke ist seit sieben Pfichtspielen unbesiegt. (Foto: Gerd Kaemper)
Gelsenkirchen: Veltins-Arena |

Der FC Schalke 04 hat es zum wiederholten Male verpasst, Boden auf Platz sechs in der Bundesliga gut zu machen. Gegen die TSG Hoffenheim reichte es am Sonntagabend nur zu einem 1:1 (1:0).

7:14 Torschüsse, 41 zu 59 Prozent Ballbesitz, 337 zu 529 angekommene Pässe und selbst in der Statistik der gewonnenen Zweikämpfe unterlag der S04 mit 49 zu 51 Prozent. Einzig in Sachen Eckenverhältnis (6:3) und Fehlpässe (72:85) sahen die Königsblauen heute besser aus als die Gäste aus Sinsheim. Dennoch war das 1:1 für Schalke schmeichelhaft.

Sportvorstand Christian Heidel sagte nach der Partie: „Hoffenheim hat wirklich stark gespielt. Das war der stärkste Gegner, den wir in dieser Saison bislang hier zu Gast hatten.“ Recht hatte er. Die TSG war sehr spielstark und zeigte sich ob des frühen Rückstands nach nicht einmal sechs Minuten überhaupt nicht geschockt. Alessandro Schöpf hatte nach Vorarbeit von Guido Burgstaller das 1:0 für den S04 erzielt. Es war Schöpfs fünftes Tor, womit der rechte Flügelflitzer nun alleiniger Top-Torschütze der „Knappen“ ist. Doch das Führungstor brachte Schalke keine Sicherheit.

Hoffenheim ab der 16. Minute extrem stark

In der 16. Minute musste Matija Nastasic im Sitzen vor einschussbereiten Hoffenheimer klären, die zuvor schon das 1:1 verpasst hatte, wodurch Nastasic überhaupt erst noch klären konnte. 150 Sekunden später fälschte Benedikt Höwedes einen Schuss ebenso noch ab, so dass dieser nur AUF, statt ins Tor fiel. Sieben Minuten später wäre Schalke-Torwart Ralf Fährmann auch machtlos gewesen. Doch Hoffenheims Steven Zuber zielte etwas zu ungenau und schoss freistehend aus 13 Metern zentraler Position neben das S04-Gehäuse.

In der 36. Spielminute zeigte Fährmann hingegen sein Können, als er gegen Kerem Demirbay aus spitzem Winkel mit einer Brust-Abwehr das 1:1 verhinderte. Den Nachschuss drosch die TSG in die Schalker Nordkurve. Demirbay war es auch, der in der 45. Minute das linke, hintere Tor-Gestänge traf. Und Schalke? Von den Gastgebern war nichts zu sehen. Das änderte sich auch in Halbzeit zwei nicht, obwohl sich hier und da auch gute Konter-Situationen ergaben, diese dann aber unsauber ausgespielt wurden.

Glück hatten die Gäste in der 62. Minute, als ein missglückter Rückpass fast in das eigene Tor lief, am Ende dann aber doch knapp rechts neben das Tor ging. Apropos Glück: Das hatte Schalke in der 70. Spielminute, als Sandro Wagner mustergültig eine Flanke per Kopf querlegte, der kurz zuvor eingewechselte Ex-Schalker Adam Szalai den Flugkopfball ins leere Schalker Tor aber um Haaresbreite verpasste.

Hoffenheim-Kapitän Sebastian Rudy köpft freistehend den Ausgleich

Neun Minuten später spielte die TSG dann aber genauer. Erst schickte Vogt seinen Kollegen Zuber mit einem gekonnten Pass über die gesamte Schalker Defensive auf die Reise, ehe dieser in der Strafraummitte den völlig freistehenden Kapitän Rudy sah, ihn mit einer präzisen Flanke bediente und den 1:1-Ausgleich per Kopf bejubeln konnte.

In der Schlussphase lebte das Spiel von der Spannung – allerdings nicht von weiteren Torchancen, so dass es am Ende beim 1:1 blieb. Durch das Unentschieden und der gleichzeitigen Siege der Konkurrenz, rutschten die Schalker auf Platz zwölf ab und sind erneut den Abstiegsplätzen einen Tick näher als den Europapokal-Plätzen.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.