Polizeigewalt auf Schalke: Aufarbeitung statt Vorverurteilung

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Gelsenkirchen: Veltins Arena |

Ingrid Remmers, Bundestagsabgeordnete und Direktkandidatin für Gelsenkirchen, reagiert mit Entrüstung auf die voreilige Entscheidung des SPD Innenministers Ralf Jäger.



Ingrid Remmers: „Noch bevor die Vorgänge um den Polizeieinsatz auf Schalke geklärt sind, beschließt der Innenminister eine Sonderbehandlung. Wer sich beschwert wird bestraft? So geht’s ja wohl nicht! Alle Beteiligten müssen sich ihrer Verantwortung stellen. Erst nach einer vollständigen Aufarbeitung kann man Konsequenzen ziehen.“

Selbst wenn sich der Schalke Vorstand in der aufgeheizten Stimmung nach der Gewalteskalation im Stadion aus Sicht des Ministers zu einseitig geäußert hat. Dem weiteren Gespräch und dem Bemühen um objektive Aufklärung hat sich hier niemand verweigert. Das tut allerdings SPD Innenminister Ralf Jäger, indem er ohne Rücksprache mit den Verantwortlichen in Gelsenkirchen und vor einer wirklichen Aufarbeitung der Vorgänge einseitig gegen den FC Schalke entscheidet.

Remmers weiter: „Das ist voreilig und verantwortungslos. Private Sicherheitsdienste können auch im Stadion nicht alle Aufgaben der Polizei übernehmen. Was wir brauchen ist bessere Zusammenarbeit und bessere Kontrolle der Polizei, keine Machtdemonstration des Innenministers.“

Der Abzug der Polizei aus dem Stadion ist bedenklich, da private Sicherheitskräfte weniger Kompetenzen haben und noch schwerer zu überwachen sind als Polizisten. Eine bessere Kontrolle der Polizei ist zwar auch notwendig, aber immerhin prinzipiell politisch durchsetzbar.

Eine grundsätzliche Neuordnung der Sicherung von Fußballspielen müsste wenn für alle gelten, nicht nur für Schalke.
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