Roberto di Matteo: “Es tut mir leid!”

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Schalke-Trainer Roberto di Matteo entschuldigte sich nach dem Spiel bei den Fans für die gezeigte Leistung. (Foto: Gerd Kaemper)
Gelsenkirchen: Schalke 04 |

Star-Trainer José Mourinho genoss die Fragen der Journalisten nach dem 5:0-Auswärtssieg sichtlich. Es war nicht nur irgendein Sieg für ihn. Schließlich wurde er in den letzten Tagen immer wieder damit konfrontiert, dass sein Gegenüber bereits die Champions League mit den “Blues” gewonnen hat - im Gegensatz zu “The Special One”.

Ganz anders natürlich Roberto di Matteo, der sehr ruhig und ehrlich das Spiel Revue passieren ließ. Der Stadtspiegel Gelsenkirchen protokollierte die Aussagen beider Trainer:

José Mourinho über …

> … die 90 Minuten:
Das war eine sehr, sehr gute Leistung. Wir hatten und haben sehr viel Selbstbewusstsein und haben vorher nicht viel gerechnet, ob wir heute einen oder drei Punkte brauchen. Wir hatten immer die Kontrolle über das Spiel und haben keinen einzigen Fehler gemacht. Und Courtois musste glaube ich nur einmal eingreifen.

> … die geplante Herangehensweise:
Das Team hat absolut toll gespielt. Unsere Taktik war es, auf Fehler von Schalke zu warten. Die zweite Halbzeit dann war sehr solide. Wir haben trotz 3:0 nie nachgelassen

> … die Einschätzung der Leistung:
Die Leistung war eindrucksvoll. Es war einfach eine komplette Leistung. Nicht Schalke hatte einen schlechten Tag oder hat viele Fehler gemacht; wir haben einfach super gespielt.

Roberto di Matteo über …

> … die 90 Minuten:
Wir wussten schon vorher, dass es schwierig werden würde. Als wir dann in der zweiten Minute schon zurücklagen, wurde es noch schwieriger. Wir hatten zu viel Respekt, waren nicht aggressiv genug und haben zu wenig Druck ausgeübt. Chelsea hat das alles kaltblütig ausgenutzt und die wahrscheinlich beste Saison-Leistung gezeigt. Wir hatten nach dem 0:1 die große Chance zum Ausgleich, treffen aber nur die Latte. Aber klar, die Leistung bis zur Halbzeit war enttäuschend. Danach haben wir zwar versucht noch ein Tor zu schießen, wurden aber zweimal noch ausgekontert.

> … die Ausgangslage in der Gruppe G:
Wir müssen das letzte Spiel gewinnen und zudem hoffen, dass Sporting bei Chelsea verliert. Noch besteht die Chance weiter zu kommen. Aber wir müssen erst einmal unsere Aufgabe erledigen, dann können wir hoffen.

> … die aktuelle Situation:
Uns ist heute nicht wirklich viel gelungen. Aber das werden wir Mittwoch analysieren. Jetzt nach dem Spiel bringt das nicht viel. Wir müssen uns aber die Fehler anschauen und dann gemeinsam daran arbeiten, da Samstag schon wieder ein Spiel in der Bundesliga ist.

> … die Fehler, die die Mannschaft gemacht hat:
Wir waren nicht aggressiv genug, haben zu wenig Zweikämpfe bestritten und zu wenig Druck ausgeübt. Chelsea hat von uns zu viel Raum geboten bekommen, was es clever ausgenutzt hat. Ich glaube auch, dass Chelsea das bisher beste Saison-Spiel gezeigt hat. Wir hätten heute top sein müssen.

> … seine Emotionen nach dem Spiel:
Ich bin überrascht. Nach dem Wolfsburg-Spiel hätte ich gedacht, dass das Team mehr Selbstvertrauen hat. Das müssen wir Mittwoch ansprechen und dann gemeinsam schauen, wie wir das hinter uns lassen können.

> … die Fans, die teilweise nach der Halbzeit bereits das Stadion verließen:
Es tut mir leid, dass wir diese Leistung gezeigt haben. Für die Mannschaft, die Beteiligten, für alle Fans - es war kein schöner Abend, das tut mir leid.
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