Schalker Kabinenkrach: „Das ist doch alles Alibi-Gerede!“

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Kevin-Prince Boateng hat laut "Sport Bild" nach der Niederlage in Köln den Finger in die Wunde gelegt und die internen Probleme in der Kabine offen angesprochen und angeprangert. (Foto: Gerd Kaemper)
Gelsenkirchen: FC Schalke 04 |

Schalke kommt weiter nicht zur Ruhe. Wie die „Sport Bild“ nun enthüllte, kam es beim S04 nach der 0:2-Niederlage in Köln am 10. Mai zu einem heftigen Kabinenkrach. Demnach geigten sich gleich mehrere Spieler mehr als nur deutlich die Meinung.

Nach Angaben der „Sport Bild“ bekamen Trainer Roberto Di Matteo und Manager Horst Heldt nicht alles mit, weil sie später zum Team dazustießen. Zuvor war es gleich mehrfach zu verbalen Vorwürfen untereinander gekommen. Stein des Anstoßes soll laut der Sportzeitschrift Ralf Fährmann gewesen sein, der gesagt haben soll: „Wir müssen enger zusammenrücken, uns als Mannschaft präsentieren.“ Für Kevin-Prince Boateng wohl zu viel.

Boateng: „Auf Team-Abenden fehlen teilweise zehn Spieler“

Der mittlerweile freigestellte Profi spielte selbst 59 Minuten in Köln, hatte die Aussagen seiner Mitspieler aber wohl schon länger satt. Anders ist seine Reaktion nach der Fährmann-Aussage nicht zu deuten. „Alles schön und gut. Das ist doch alles ein Alibi-Gerede. Wir sind doch keine Mannschaft. Auf Team-Abenden fehlen teilweise zehn Spieler. Wir holen Siege doch nicht als Mannschaft, sondern nur durch individuelle Klasse.“

Laut „Sport Bild“ sollen auch Kapitän Benedikt Höwedes und Julian Draxler ordentlich Dampf abgelassen haben. Demnach kritisierte Höwedes, dass sich nicht jeder an taktische Vorgaben halte. Ein Umstand, dem Boateng sofort zugestimmt haben soll. Ungewöhnlich, da beiden Spielern ein sehr kühles Verhältnis nachgesagt wird. Draxler hatte unmittelbar nach Spielende vor laufender Kamera gesagt, dass „das eines der schlechtesten Spiele der letzten Jahre gewesen ist“.

Doch damit nicht genug. Boateng soll der Mannschaft vorgeworfen haben, nach Trainingseinheiten sich zu beschweren und die Lust verloren haben. Dennoch habe sich nie jemand beim Trainer gemeldet. Schalke dementierte den Kabinenkrach nicht. Horst Heldt sagte zu „Sport Bild“: „Die Mannschaft hat sich nach dem Köln-Spiel in der Kabine intensiv ausgetauscht.“
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