Schwimmen ist nicht gleich Schwimmen

Gelsenkirchen: Zentralbad Gelsenkirchen | Knapp 70 Schwimmer – zusammengewürfelt aus 6 Gelsenkirchener Vereinen und aufgeteilt in A- bis D-Kader – trainieren Woche für Woche bei der SG Gelsenkirchen. Die Ältesten legen ca. 50-60 km pro Woche im Wasser zurück. Außenstehende glauben dann, die Athleten kommen aus dem Wasser nicht mehr raus.
Doch Schwimmen ist nicht gleich Schwimmen. Zum Schwimmen braucht man Kraft und die kann man nicht nur im Wasser, sondern auch an Land trainieren und gehört schon seit Langem in den Trainingsplan der einzelnen Kader. Sogar der D-Kader trainiert zweimal die Woche in der Turnhalle des Zentralbades. Der A- und B-Kader nutzt auch das Fitnessstudio.
Krafttraining heißt aber nicht nur Muskelaufbau. Die Trainer und Athleten haben besonders im Leistungssport auch andere Ziele:
Schon im Nachwuchsalter wird, wie schon gesagt, mit Krafttraining begonnen, um eine vielseitige Grundausbildung zu schaffen. Später kann man dann leistungsorientierter trainieren. Das gilt insbesondere für die Verbesserung verschiedener Einflussgrößen in der Wettkampfleistung, wie z.B. bei Starts, bei den Wenden oder allgemein in der Schwimmleistung.
Früher war der Sport mit gravierenden Veränderungen am Körperbau oder Muskelaufbau verbunden, wie z.B. der Tennisarm oder die Schwimmerschulter. Auch deshalb ist präventives Krafttraining wichtig, um degenerative Sportschäden wie das Brustschwimmerknie oder Rückenbeschwerden zu vermeiden.
Da für die Stabilisierung der Wirbelsäule und der Gelenke die Muskulatur, insbesondere das neuro-muskuläre System zuständig ist, muss diese beim Krafttraining besonders gefördert werden. „Krafttraining ist deshalb unerlässlich für die Optimierung der Statik, zur Prävention von Haltungsschwächen und für die Vermeidung von neuromuskulären Dysbalancen und Dysharmonien“, so Trainer Stephan Wittky.

Doch nicht alles wird im Fitnessstudio gemacht. Die eigene Turnhalle gibt seit einiger Zeit auch einiges her: Nun hat auch die Gelsenkirchener Startgemeinschaft die Möglichkeit mit TRX zu trainieren.

„Das Trainerteam freut sich über neu hinzu gekommene Trainingsmöglichkeiten als Bereicherung des bisherigen Landtrainings. Das Landtrainings-Konzept der SG Gelsenkirchen kann somit nicht zuletzt durch das TRX- Training modern, schwimmspezifisch und altersgemäß für alle Kaderathleten der SG im Rahmen eines langfristigen Leistungsaufbaus gestaltet werden“, sagt Stephan Wittky.

Das TRX Training dient zur Stärkung von Arm- und Rumpfmuskulatur, und unterstützt auch das koordinative Training. An widerstandsfähigen Bändern kann man somit verschiedene Kraftübungen mit Eigengewicht ausüben. Meist wird das bei der SG Gelsenkirchen in Form eines Circle Trainings mit z.B. Hürdenläufen oder Gewichthebeübungen verbunden.

Weitere Schwerpunkte des Landtrainings:
Athletik-Einheiten in der Gymnastikhalle u.a. mit den Schwerpunkten Beweglichkeit, Koordination (Koordinationsleiter), Sprungkraft (z.B. Hürden) und Schnelligkeit.

Kim Tscherner
Pressesprecherin B-Kader
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