Teil II: STV Horst – Emscher spielte nach dem Zweiten Weltkrieg in der Oberliga – West:

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Am 01. Juli 1967 gewannen die Emscher Husaren aus dem Gelsenkirchener Stadtteil Horst im Jahn - Stadion in Herford gegen Hannover 96 die Deutsche Amateurmeisterschaft. (Foto: waz Gelsenkirchen 01.07.1967)
 
Diese Elf holte die Meisterschaft nach Horst (Foto: waz Gelsenkirchen 01.07.1967)
Gelsenkirchen: Teil II. Vor 50 Jahre gewannen die Emscher Husene die Deutsche Amateurmeisterschaft |

Die Oberliga West wurde in der Saison 1947/48 erstmals ausgetragen. Das Team von der Fischerstraße nahm am Ende der Saison Tabellen dritter hinter den Sportfreunden aus Karternberg, erster Westdeutscher Meister wurde Borussia Dortmund. Die jeweils besten vier Mannschaften der Oberligen Nord und West ermittelten im Anschluss über die britische Zonenmeisterschaft zwei Teilnehmer an der deutschen Meisterschaft 1947/48.

Die Mannschaft um Torjäger Alfred Kelbassa nahm nun an der Britischen Zonenmeisterschaft teil, wo im Viertelfinale das Aus nach einer 1:3-Niederlage beim FC St. Pauli folgte. Zur folgenden Spielzeit 1948/49 konnte sich der STV mit dem Schalker Bernhard Klodt verstärken und erreichte erneut Platz drei.

Am 18. Dezember 1949 bezwangen die Horster Schalke mit 2:1, was in der Presse mit den Worten „Lehrmeister von Husaren überfahren“ kommentiert wurde.[5] Die „Emscherhusaren“, für die mittlerweile der ehemalige Nationalspieler Heinz Flotho das Tor hütete, sicherten sich in der Saison 1949/50 die Herbstmeisterschaft. In der Rückrunde fiel die Mannschaft auf Platz vier zurück und qualifizierte sich für die Endrunde um die deutsche Meisterschaft. Dort traf der STV im Achtelfinale im Wormser Wormatia-Stadion auf die SpVgg Fürth. Nach 29 Minuten führten die Horster durch Tore von Klodt und Heinz Zielinski bereits mit 2:0, ehe die Fürther in der zweiten Halbzeit das Spiel drehten und mit 3:2 gewannen.

kam es zum Umbruch. Vier Leistungsträger wechselten zu Borussia Dortmund. Die Anhänger der Emscherhusaren zerstachen daraufhin Dortmunds Obmann Heinz Dolle die Autoreifen.

Durch diesen Aderlass reichte es in der Saison 1950/51 nur noch zu Rang zehn. Es folgten zwei Jahre Abstiegskampf, ehe der STV 1954 in die Zweitklassigkeit absteigen musste.

Erst 1958 nach drei vergeblichen Anläufen gelang der Wiederaufstieg in die Oberliga West.

Doch die Mannschaft erwies sich als nicht oberligatauglich und musste als abgeschlagener Tabellenletzter wieder absteigen.

Tiefpunkt der Saison war eine 0:8- Niederlage beim VfL Bochum.

Mit durchschnittlichem Erfolg spielte der STV noch einige Jahre in der 2. Division West weiter und qualifizierte sich 1963 für die neu geschaffene Regionalliga West als Unterbau zur Bundesliga.

Der Klassenerhalt gelang in der Saison 1963/64 nur unter dramatischen Umständen.
Bis zur 89. Minute führt die SpVgg Herten mit 1:0 beim VfB Bottrop.
Letztere verwandelten kurz vor Abpfiff einen Elfmeter. Horst-Emscher hielt die Klasse, weil ihr Torquotient gegenüber dem der Hertener um 0,05 besser war.
Mit Kurt Sahm übernahm daraufhin ein ehemaliger STV-Stürmer das Traineramt und versuchte vergeblich, Udo Lattek vom VfL Osnabrück zu verpflichten. Der Transfer scheiterte an Latteks Gehaltsvorstellungen.

Die „Emscherhusaren“ wurden 1965 Vorletzter und waren sportlich abgestiegen. Gegen Borussia Mönchengladbach gab es eine 1:10-Heimniederlage. Die Rettung erfolgte am Grünen Tisch. Dem Bundesligisten Hertha BSC wurde die Lizenz entzogen und die sportlich abgestiegenen Schalker blieben in der Bundesliga. Durch Schalkes Nichtabstieg blieb der STV Regionalligist. Doch der Abstieg war nur aufgeschoben, da die Mannschaft ein Jahr später in die Verbandsliga abstieg.
In der Verbandsligastaffel 2 wurden die „Emscherhusaren“ unter Trainer Heinz Flotho Vizemeister hinter dem Lüner SV und qualifizierten sich nach Entscheidungsspielen gegen die SpVgg Herten für die Deutsche Amateurmeisterschaft.

Über die Stationen Holsatia Elmshorn, ESV Ingolstadt-Ringsee und SpVgg Neu-Isenburg qualifizierten sich die Horster für das Endspiel. Im neutralen Herforder Ludwig-Jahn-Stadion gewann der STV mit 2:0 gegen die Amateure von Hannover 96
Paarung STV Horst-Emscher – Hannover 96 (Am.)

Ergebnis 2:0 (1:0)
Datum 1. Juli 1967
Stadion Ludwig-Jahn-Stadion, Herford

Zuschauer 9.000
Schiedsrichter Edgar Deuschel (Ludwigshafen)
Tore 1:0 Urban (21.)
2:0 Weispfennig (85.)
STV Horst-Emscher
Bernhard Petrasch; Karl-Heinz Kaczmarzik, Paul-Dieter Kleinert, Dieter Kammer, Rainer Krull, Heinz Grabinski, Bernd Büchner, Günther Thon, Rüdiger Urban, Reinhard Weispfennig, Leske
Trainer: Heinz Flotho

Hannover 96 (Am.) Bernd Helmschrot; Helmut Thomassek, Simon, Rainer Stiller, Peter Anders, Hannes Baldauf, Peter Riehn, Heinz Bode, Karl-Heinz Esch, Klaus Plischke, Norbert Irtel
Trainer: Hannes Kirk
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