Wechsel an der Gewerkschaftsspitze im Bezirk Emscher-Lippe-Aa Georg Nießing ist neuer IG BAU-Chef für Gelsenkirchen

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Georg Nießing heißt der neue Bezirksvorsitzende der IG BAU Emscher-Lippe-Aa. Der gelernte Landschaftsgärtner ist seit 1978 gewerkschaftlich in der Region aktiv. Außerdem engagiert er sich als ehrenamtlicher Richter am Arbeitsgericht Bocholt und in einer Plattdeutsch-Theatergruppe in seinem Heimatort Rhede. (Foto: IG- Bau)
Gelsenkirchen: Neuer Chef bei der IG BAU in der Region: |

Neuer Chef bei der IG BAU in der Region: Georg Nießing ist zum Vorsitzenden des Bezirksverbands Emscher-Lippe-Aa gewählt worden, der auch für Gelsenkirchen zuständig ist. Der 63-Jährige übernimmt den Posten von Susanne Neumann, die aus gesundheitlichen Gründen ein Stück kürzer tritt und stellvertretende Vorsitzende wird. Die Gewerkschaft vertritt die Interessen von rund 15.000 Bauarbeitern und 12.000 Reinigungskräften zwischen Bocholt und Gelsenkirchen.

„Ganz oben auf der Agenda steht auch in Zukunft der Einsatz für die Beschäftigten in unseren wichtigen Branchen – neben dem Bau und der Gebäudereinigung gehören dazu das Dachdecker- und Malerhandwerk sowie die Land- und Forstwirtschaft“, sagt Nießing. Nur durch gute Löhne und Arbeitsbedingungen werde es gelingen, in Zukunft Fachkräfte zu gewinnen. Außerdem setzt er auf einen „starken Schulterschluss“ zwischen Haupt- und Ehrenamt in der IG BAU.
Georg Nießing selbst kommt aus dem „grünen Bereich“: Der gelernte Landschaftsgärtner war jahrelang in der Landwirtschaftskammer Borken aktiv und engagierte sich ab 1978 in der damaligen Gewerkschaft Gartenbau, Land- und Forstwirtschaft (GGLF), die 1996 in die IG BAU überging. „Mir geht es darum, den Menschen zu zeigen, dass es sich lohnt, gemeinsam für Interessen einzustehen – gerade auch in den grünen Berufen und im Handwerk“, betont der neue Bezirkschef.
Nießing engagiert sich außerdem als ehrenamtlicher Richter am Arbeitsgericht Bocholt. In seiner Heimatstadt Rhede leitet er eine Theatergruppe, die sich um die Pflege des Plattdeutschen kümmert. Seine Vorgängerin Susanne Neumann, die mit ihrem gewerkschaftlichen Engagement bundesweite Bekanntheit erreichte, bleibt dabei weiter im Bezirksvorstand aktiv. Als Stellvertreterin werde sie ihren Nachfolger „kräftig unterstützen“ und „weiter für die Interessen meiner Mädels wirbeln“, so Neumann.

Auch die Mitgliederentwicklung will Nießing in den Blick nehmen. „Das Ehrenamt ist eine schöne Aufgabe, denn man stellt sich in den Dienst der Beschäftigten“, so der Gewerkschafter. Neue zupackende Hände könne man bei der IG BAU Emscher-Lippe- Aa gut gebrauchen. Dazu seien alle Interessierten eingeladen.
Außerdem kündigt der neue Bezirksvorsitzende an, sich in politische Debatten einzumischen. Nießing: „Im Wahljahr steht aus Sicht der Beschäftigten viel auf dem Spiel. Von der Reform der Arbeitslosenversicherung über die Eindämmung der Leiharbeit bis hin zur Zukunft der Rente – die IG BAU wird bei all diesen Themen ein Wort mitreden.“ Dabei müsse auch Populisten von rechts eine „klare Absage“ erteilt werden.
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