Studierende geben Impulse für die Praxis

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Die Studierenden stellten der AVU (u.a. Vorstand Uwe Träris, vordere Reihe, Mitte) und Professor Hartmut Holzmüller (hintere Reihe, 2.v.l.) ihre Ergebnisse vor. (Foto: Henkel/AVU)
Gevelsberg: AVU | Den Kunden ins Team holen – so kann man das Ziel umschreiben, das die AVU mit dem Projekt „Learning by Consulting“ („Lernen durch Beratung“) verfolgte. Bei dieser Kooperation mit dem Lehrstuhl für Marketing der Technischen Universität (TU) Dortmund tauschten 18 Studierende ein Semester lang den Hörsaal gegen Orte aus, an denen sie hautnah in der Praxis die wissenschaftlichen Fragestellungen des Marketings bearbeiten konnten.
Konkret probten sie dabei den Arbeitsalltag als Marktforscher. Sie stellten Umfragen auf den Internetseiten der AVU online, führten Interviews in Fußgängerzonen oder bei Veranstaltungen durch und befragten die Menschen im EN-Kreis per Telefon.
Oder sie führten ihre Studien direkt vor Ort durch, wie zum Beispiel in einer Fahrschule der Region. „Interessieren sich junge Menschen für Elektromobilität?“, lautete dabei die Fragestellung. Weiterhin wurden Jugendliche und junge Erwachsene befragt, wie die Entscheidung für einen Energieversorger in der ersten eigenen Wohnung zustande kommt.
Weitere Themen waren zum Beispiel die Kundenakzeptanz eines Onlineshop-Geschäftsmodells, das Image von Energieversorgern bei Kunden oder die Akzeptanz von Smart-Home-Produkten, also Produkte, mit denen Haushaltsgeräte vernetzt werden können.
Im April dieses Jahres startete das Projekt, nun haben die Studierenden ihre Bachelorarbeiten erfolgreich abgeschlossen und stellten der AVU ihre Ergebnisse vor. Sie schlüpften in die Rolle von Unternehmensberaterinnen und -beratern und präsentierten zielgerichtete Handlungsempfehlungen. Dabei waren sie sehr lehrreich für das regionale Stadtwerk. So lauschten Vorstand Uwe Träris und eine Reihe Führungskräfte intensiv den Darstellungen der Uni-Absolventen.
„Für uns ist der Blick über den Tellerrand hinaus sehr wertvoll. Die Erkenntnisse darüber, wie man als Energieversorger bei der Bevölkerung ein wachsendes Bewusstsein für Energieeffizienz herstellen kann. Ob und wie man als heimisches Unternehmen mit Kundennähe und einem Engagement für die Region in Sport, Kultur und Soziales punkten kann, nehmen wir sehr ernst“, erklärte Uwe Träris.
Professor Hartmut Holzmüller vom Lehrstuhl für Marketing der TU Dortmund war ebenfalls angetan von dem Projekt. Er hob die Fleißarbeit bei den Befragungen und Untersuchungen hervor: Insgesamt seien 108 Tiefeninterviews mit einer Dauer von rund 57 Stunden sowie 682 standardisierte Befragungen Grundlage für die Examensarbeiten gewesen.
Von den 18 Studierenden stellten diese vier ihre Arbeiten auf Wunsch der AVU ausführlich vor: Nikolas Blank: Eine qualitative Analyse des Entscheidungsprozesses zur Wahl eines Energieversorgers am Beispiel einer jungen Zielgruppe, Lisa Schneider: Wirkungsanalyse des Konzepts „EN Krone“ in Kooperation mit der AVU,
Ben Adamek: Image, Wahrnehmung und Einstellung von Geschäftskunden gegenüber der AVU als Energieversorger und Selma Ördek: Lessons learned for Ökoprofit: Eine qualitative Analyse der Treiber und Hemmnisse zur Teilnahme an einem Umweltmanagementansatz. Auf jeden Fall sind es nachhaltige Impulse für die Praxis, die die AVU als Stadtwerk der Region jetzt auswerten und gegebenenfalls auch umsetzen wird.
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