Die AVU bleibt ein verlässlicher Partner

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Uwe Träris (r.), AVU-Vorstand, und Hans-Jörg Beckmänning, kaufmännischer Prokurist, stellten die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2016 vor. (Foto: Bernd Henkel)
Gevelsberg: AVU |

Später als in den Vorjahren, aber mit gleichem, kontinuierlichem Erfolg schließt die AVU das Geschäftsjahr 2016 ab: Auf der Hauptversammlung beschlossen die Aktionäre (Ennepe-Ruhr-Kreis, die Städte Gevelsberg, Schwelm und Ennepetal sowie die innogy SE) eine Gewinnausschüttung von 14,4 Mio. Euro. Das entspricht exakt 1 Euro Dividende je Aktie und damit dem gleichen Ergebnis wie im Vorjahr.

"Wir haben unsere Zusagen gegenüber den Anteilseignern halten können - und das in einem immer dynamischer werdenden Markt", erklärte AVU-Vorstand Uwe Träris auf der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens. Der Gewinn des Unternehmens ist seit 2011 stabil.
"Der Wettbewerb im Strom- und Gasbereich bleibt intensiv. Darin begründet liegt der Umsatzrückgang für das vergangene Geschäftsjahr. Beim Strompreis haben wir nur die Erhöhung der EEG-Umlage und der regulierten Netzentgelte weitergegeben. Und der Gaspreis blieb stabil", erläutert er. Die Absatzmengen für Strom und Gas gingen im Vergleich zum Vorjahr zurück (Strom: - 11,5 Prozent, Gas: -17,4 Prozent). Beim Wasser blieb der Absatz entsprechend dem langjährigen Trend stabil.

"Wir sind solide aufgestellt."

Hans-Jörg Beckmänning, kaufmännischer Prokurist der AVU, ergänzt: "Auch unsere beiden wichtigsten Beteiligungsgesellschaften AVU Netz und AVU Serviceplus liefern ebenso gute Ergebnisse wie unsere Finanzanlagen. Wir sind solide aufgestellt."
Die regionale Wertschöpfung der AVU ging leicht zurück auf 70 Mio. Euro (Vorjahr: 72,2 Mio. Euro). In dieser Summe werden Dividende, Konzessionsabgaben, Gewerbesteuerzahlungen an alle Städte des Kreises und weitere Leistungen wie Beschaffungskosten, Lohnzahlungen sowie weitere Steuern und Spenden zusammengefasst. Der Marktanteil der AVU im Netzgebiet (Ennepe-Ruhr-Kreis ohne Witten und Herdecke) liegt 2016 beim Strom und Gas bei knapp über 80 Prozent.
"Das ist und bleibt unsere größte Herausforderung: Wir müssen sowohl Strom- und Gasangebote für die digitale Welt entwickeln und so auch neue Kunden gewinnen. Gleichzeitig haben wir langjährige und treue Kunden, die uns ihr Vertrauen schenken und die wir weiterhin zuverlässig mit Energie und Wasser versorgen werden", beschreibt Träris das Aufgabenspektrum.

Digitalisierung und Energiewende sind Themen

Denn wie bei allen Stadtwerken der Branche weiß man bei der AVU, dass ein grundlegender Umbruch der Energieversorgung begonnen hat. Sowohl die Kundenansprüche als auch die technischen Möglichkeiten werden immer digitaler. Die Herausforderungen der Energiewende muss und will die AVU natürlich meistern, zum Beispiel die steigende Zahl dezentraler Einspeiser ins Stromnetz. "Die gesamte Branche wird durch politische Beschlüsse und Vorgaben bestimmt", erinnert Träris an die Beschlüsse des Bundestags in der letzten Woche. "Aber wir bereiten uns vor: Ein Mieterstrom-Modell für die Nutzung von Photovoltaik-Strom als Dienstleistung vor allem für die Wohnungswirtschaft ist fertig. Und die großflächige Umrüstung auf digitale Stromzähler wird durch unsere Netzgesellschaft vorbereitet. Die AVU wandelt sich permanent, bleibt aber der verlässliche Partner für die Energie- und Wasserversorgung in der Region", so der AVU-Vorstand abschließend.
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