"Ist die VER demnächst Pleite?"

Eine "Straßenbahn" im Gevelsberger Kirmeszug (Juni 2006, Darstellung "KG Börkey") wird vom Trecker gezogen. Braucht der ÖPNV im Ennepe-Ruhr-Kreis demnächst auch Schlepphilfe?
Ennepe-Ruhr-Kreis: Ennepe-Ruhr-Kreis | "Ist die VER in zwei Jahren Pleite?" so wurde in der "Westfälischen Rundschau"/WR und der "Westfalenpost"/WP am Mittwoch, 14.12.2011 im Ennepe-Ruhr-Kreis (EN) gefragt.

Die 1907 gegründete VER mbH ist die Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr (VER) mit Sitz in Ennepetal und das kommunale Verkehrsunternehmen im Kreisgebiet und auch mit Linien nach Wuppertal, Bochum und Hagen.

"Ennepe-Ruhr. Dem Öffentlichen Nahverkehr im Ennepe-Ruhr-Kreis, also der VER, droht die Überschuldung.

Der Ennepe-Ruhr-Kreis hat ein neues Sorgenkind: Den Öffentlichen Nahverkehr und damit die Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr (VER). Nach augenblicklichen Prognosen würde das Unternehmen bereits in zwei Jahren in die Überschuldung schlittern – mit anderen Worten also pleite sein, wenn die Politik nicht gegensteuert. Das teilte Landrat Arnim Brux bei der Einbringung des Haushalts im Kreistag mit."

Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/schwelm/in-zwei-ja...

Was hätte das nun für Auswirkungen auf den ÖPNV in der Region an Ennepe und Ruhr? Nun ja, die VER transportiert Schülerinnen und Schüler zur Schule und nach Hause, fährt die Kunden zum Einkaufen in die Städte und diese schwer bepackt wieder nach Hause. Nach Hause kommen auch die Ausflügler nach Besuch der Volksfeste, Weihnachtsmärkte usw. Die VER fährt auch durch die engen Wohngebiete (z. B. in Gevelsberg oder Ennepetal) und sammelt dort die Fahrgäste ein. Fahrgäste die z. B. ihr Auto nicht den ganzen Tag an irgendeinem Bahnhof in der Region stehenlassen wollen oder gar kein Fahrzeug (mehr) haben. Die Kommunen usw. zahlen für dieses Leistungsangebot (Wer bestellt zahlt), ein Teil der Kosten kommt durch Ticket's wieder herein.

Was heißt das demnächst auch für zahlreiche ältere bzw. behinderte Kunden, die mit ihren Seniorentickets oder gar mit den Schwerbehindertenausweisen die beschwerliche Fahrt in die Stadt auf sich nehmen um die Besorgungen mit Rollstuhl oder Rollator machen zu können? Zu Fuß gehen? Auf einen Bringdienst für Einkäufe hoffen? Kultur, Tratsch und Klönen - statt in der Stadt im Café nur noch am Fernseher, Radio oder per Telefon? Oder doch Taxe bzw. Mietwagen und dafür etwas weniger in die Stadt fahren? Aber es betrifft sicherlich auch Familien mit "Kind und Kegel".

Was kommt da noch? Höhere Ticketpreise (ab Januar ...) und noch mehr? Weniger Linien? Schlechtere Taktung? Kein Bus mehr ab 20.00 Uhr? Ein Beispiel ist schon die schlechte Taktung der S-Bahnlinie des VRR mit der DB - diese verhungert stellenweise in Wuppertal oder in der Kreisstadt Schwelm - fährt aber nicht weiter bis Hagen ... auch das ist ÖPNV betrifft aber nicht die VER. Also mindestens den 110. Geburtstag des Dienstleisters für den EN-Kreis im Jahr 2017 sollten wir als Kunden doch mitnehmen - oder?
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