"Totti" entscheidet Torjägerduell für sich

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Erst gab es die neuen Trikots.... Alle Bilder: mk
 
..und dann tobte ein rassiges Lokalderby im Waldstadion.
 
Nach umkämpften 40 Spielminuten und zwischenzeitlichem 0:2 Rückstand gab es am Ende ein leistungsgerechtes 4:4-Unentschieden.
Gevelsberg: Waldstadion Silschede | FC SW Silschede - FSV Gevelsberg 4 - 4 (2:3)
Tore: Max Brinks, Luca Mazzotta (3)

Was war das für ein Lokalderby! Packend und spannend bis zum Schluss endete der "Evergreen" zwischen "Waldstadion" und "Stefansbachtal" -wieder einmal- unentschieden. Aber danach sah es hüben wie drüben erst gar nicht aus, aber sollen die Ereignisse doch chronologisch geschildert werden.

Zunächst einmal wurden die Steppkes zum letzten Heimspiel des Jahres mit einer besonderen Gabe überrascht. Einhergehend mit der baldigen Gevelsberger Ansiedlung des Opel-Partners Gebrüder Nolte GmbH aus Iserlohn, ließ sich es sich das Traditionsunternehmen nicht nehmen, den Kindern einen funkelnagelneuen Trikotsatz in den Vereinsfarben zur Verfügung zu stellen, der nun im ominösen Lokalderby seinen Einstand feiern sollte(siehe auch Extrabericht).
In dem Spiel traf man mit Jamal El-Osman auch auf einen alten Bekannten, der bis vergangenem Jahr noch in der Silscheder Mannschaft selbst aktiv war. Damit war genug Würze im Spiel und bei englischen Verhältnissen wurde das Derby pünktlich angepfiffen. Es dauerte keine 60 Sekunden und Heimtrainer Michael Krauthausen konnte sich zugleich die Haare unter der "Pöhler"-Kappe raufen. Obwohl taktisch auf Obacht eingestellt, verdaddelten seine Steppkes gleich mal den Anstoß und mit dem ersten Angriff klatschte der Ball zunächst an den Pfosten, ein Gevelsberger stand goldrichtig und schob den Abpraller an Moritz vorbei zum 0:1 ein. Das ging ja gut los! Auch in der Folgezeit bekamen die Platzherren überhaupt keinen Zugriff auf das Spiel und man musste anerkennen, dass Gevelsberg kämpferisch entschlossener und auch die bessere Spielanlage mit Kombinationsfussball hatten, während die Höhendörfler -ganz minikickerlike- sich in unzähligen Einzelaktionen verstrickten. Daher war es nicht verwunderlich, dass der ehemalige Mannschaftskollege eine weitere Unachtsamkeit in der Abwehr mit dem 0:2 bestrafte. Sollten die neuen Trikots etwa wieder mit einer Niederlage "beschmutzt" werden? Doch anscheinend war dieser zweite Gegentreffer nun doch das Wecksignal für alle, denn plötzlich warfen die Platzherren das in die Waagschale, was sie schon immer auszeichnete: Spielerisch mag einiges noch im Argen liegen, doch kämpferisch sind sie immer auf Augenhöhe und lassen sich nicht so schnell unterkriegen. Das war auch jetzt wieder so, denn kurze Zeit später nutzte Max eine Konfusion nach Eckstoß zum wichtigen Anschlusstreffer. Doch wie gewonnen, so zerronnen. Beim nächsten Angriff und Ecke für die Gäste verschlief die komplette Silscheder Mannschaft wieder einmal das Spielgeschehen und aus dem Gewühl heraus senkte sich der Ball aus kurzer Distanz über Moritz zum 1:3 in den rechten Winkel.

"Totti" der Torgarant


Das war für "Krauti" Anlass genug, das mit den Fußballschuhen scharrende Pferd an der Seitenlinie endlich auf die Spielwiese zu lassen - now it was "Totti"-Time!!! Und was soll man sagen, er ist einfach ein Knipser... Sieht einfach nur unorthodox aus, aber das scheint ihn so unberechenbar und für unsere Mannschaft zur Zeit so ungeheuer wichtig zu machen. Denn nach der Einwechselung brauchte es nicht lange, bis er mit einem Flachschuss das so wichtige 2:3 erzielte und die Silscheder Hoffnungen nun neue Nahrung bekamen. Bis zur Pause spielten jetzt nur noch die Hausherren und der FSV geriet mächtig unter Druck, so dass der Halbzeitpfiff wie eine Erlösung sein musste, dass der Ausgleich bis dato noch nicht gefallen war.

In einer kernigen Halbzeitansprache wurden noch mal die Unzulänglichkeiten in der Abwehr angesprochen und das anfangs wenig erbauliche Zusammenspiel, was jetzt für die Aufholjagd klar besser werden musste. Und es wurde besser. Endlich wurde in die Zweikämpfe gegangen, Dean, Noah, Till und Luca Renner machten ordentlich Meter und gaben keinen Ball verloren und auch die Abwehr abwechselnd mit Leander, Luca-Nevio und Jan stand jetzt sicherer. Das zwang den FSV zu weiteren Fehlern und nun schlug endgültig die Stunde unseres "Totti". Mit einem Doppelpack erzwang er die Wende und schnürte seinen (leider nicht lupenreinen) Hattrick. Der Jubel kannte keine Grenzen, doch es war noch lange nicht Schluss und unsere Steppkes mussten an ihre Grenzen gehen, denn die Gäste drängten jetzt wütend auf den Ausgleich und sorgten damit dafür, dass die Krauti-Elf ihrerseits das Fußballspielen wieder einstellte und damit die endgültige Entscheidung verpassten. Ein mächtiger Lattenknaller, unzählige brenzlige Situationen vor dem Tor verhinderten vorübergehend den Ausgleich. Doch drei Minuten vor dem Ende war es dann nach einer erneuten Unachtsamkeit, auch geschuldet durch den Kräfteverschleiss, doch passiert, wie schon im vergangenen Jahr endete das Lokalderby torreich unentschieden.
Fazit: Die Duelle dieser beiden Mannschaften haben es immer in sich und die Ergebnisse zeigen, dass sich beide Teams trotz unterschiedlicher Herangehensweisen nichts schenken und das Remis völlig in Ordnung geht. Objektiv betrachtet muss konstatiert werden, dass die Gäste die bereits reifere Spielanlage- und in den Zweikampfsituationen den Tacken mehr Biss hatten und stetig nachsetzten, was den Silschedern immer noch fehlt. Dort wird nach einer Aktion schon der eigene Job als erledigt betrachtet und nicht weiter agiert. Auch das Zusammenspiel hat noch deutlich Luft nach oben, um auch kräftesparender Fussball zu spielen und sich nicht durch die ganzen Einzelaktionen aufzureiben. Auf die Hinserie betrachtet fällt das Fazit daher -wie die Ergebnisse- durchwachsen aus. Die Ansätze sind da und neben dem unbändigem Kampfgeist müssen jetzt die zweifelsohne vorhandenen guten Veranlagungen der einzelnen Spieler in ein stetiges Mannschaftsspiel gegossen werden. Dafür ist jetzt in der Winterpause genug Zeit. Um mit dem Positiven abzuschließen bleibt anzumerken, dass Totti das Torjägerduell gegen Jamal deutlich für sich entschieden hat und seine Mannschaft nunmehr seit fünf Spielen ungeschlagen ins neue Jahr geht.
Beim letzten Aufgalopp in diesem Jahr waren dabei: Moritz Kentler, Luca-Nevio Mazzocco, Leander Nolte, Jan Heinzmann, Noah Kirchhoff, Till Niehues, Max Brinks, Luca Renner, Dean Staring und Luca Mazzotta.
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