Ensemble "sol mayor" begeisterte in Gladbeck: Schwungvolle Rhytmen beim Gartenkonzert

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Rund 40 Zuhörer waren der EInladung zum "Gartenkonzert" gefolgt und waren von den musikalischen Darbietungen des Ensembles "sol mayor" begeistert. Foto: Kariger
Gladbeck: Stiftshaus Gladbeck |

Butendorf. Schwungvolle Rhytmen erklangen beim diesjährigen "Gartenkonzert" auf dem Areal des "Stiftshauses Gladbeck" an Ulmenstraße in Butendorf.

Mit einer Besetzung aus Aserbaidschan, Deutschland, England und Venezuela reiste das Ensemble „sol mayor“ und rund 40 Gäste aus Gladbeck sowie anderen Städten des Ruhrgebiets und des Rheinlands ließen sich bei Idealwetter von der Musik der Formation begeistern.

Im Jahr 2016 hatte der Trompeter Dr. Wolf Peter Scheitza, im Hauptberuf Chefarzt der Fachklinik für Orthopädie in Essen-Kettwig, zusammen mit Tamilla Guliyeva, Dozentin und Korrepetitorin an der Folkwang-Universität in Essen-Werden, sowie dem Bassisten und Perkussionisten Felipe Mandingo Rengifo die Gruppe „sol mayor“ gegründet, um einmal im Monat den Patienten der Klinik ein besonderes Kulturangebot machen zu können. Seitdem kamen weitere Instrumentalisten hinzu, unter anderem Leonel Felix Gilford Nordmann mit der Klarinette und dem Altsaxophon. Das musikalische Programm erstreckt sich von lateinamerikanischer Musik im Allgemeinen, über den Tango Nuevo im Besonderen, hin zum jüdischen Klezmer, der seit Jahrhunderten ein viel zu häufig vergessener Bestandteil europäischer Kultur ist, wie Gastgeber Ralph Eberhard Brachthäuser in seinen Begrüßungsworten betonte.

Mittlerweile hat sich die feine Kunst der Gruppe auch weit über Essen-Kettwig hinaus gesprochen, und so hatte die „Pfarrer Brachthäuser-Stiftung“ sie zum diesjährigen Gartenkonzert ins „Stiftshaus Gladbeck“ eingeladen. Der bewußt gewählte Name „sol mayor“ steht zum einen für die Tonart G-Dur, die vielfach als festlich, klar und hell beschrieben wird, zum anderen aber für die große Sonne. Kein Wunder, daß diese während des Konzertes fleißig vom Himmel strahlte.

Sehr harmonisch arrangiert waren die über 40 dargebotenen Stücke, aus denen vielleicht der „Libertango“ von Astor Piazolla und die „Habanera“ von Georges Bizet herausragten. Unzweifelhaft trafen aber auch „Harrys Freilach“ von Harry Timmermann, zudem ein traditioneller Bolero und natürlich „What a wonderful world“ von George David Weiss sehr sicher den Geschmack des Publikums. Spannend und zugleich überraschend ungewohnt offenbarte sich ein lebhaftes Wechselspiel zwischen Trompete und Baßgitarre, bei dem Schaitza und Rengifo alle Register ihres Könnens zogen.

In einer der lautstark geforderten Zugaben wurde Michael Jacksons „Billie Jean“ in außergewöhnlicher Weise mit lateinamerikanischem Rhythmus unterlegt und brachte die Gäste in swingende Bewegung.

Nach dem Konzert zogen sich bei einem ruhrgebietstypischen Abendimbiß die im Stiftshaus üblichen Gespräche und Begegnungen noch lange hin.
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