Herbstausstellung in der "Alten Spedition"

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Karoline Dumpe lädt zur Herbstausstellung in ihre Galerie "Alte Spedition" ein.
Gladbeck: Ringeldorfer Straße 6 | „Form-Farbe-Frau“ könnte man die diesjährige Herbstausstellung, die am 8. November in der Alten Spedition um 19.30 Uhr eröffnet wird, betiteln.

Die Gladbecker Künstlerin Karoline Dumpe (Foto) und drei weitere Künstlerinnen zeigen an der Ringeldorfer Straße sechs Zeichnungen, Bilder, Skulpturen und Bildobjekte.Somit ist im Rahmen der Herbstausstellung erstmalig eine rein weibliche Werkschau zu sehen.

Das Weibliche fällt sofort bei den Bildern und Zeichnungen von Anja Sanne, aus Hamburg, ins Auge. Ihr Thema ist der weibliche Körper. Lasziv gebogen oder träumend sinnlich auf großen Formaten, von drei Metern Breite oder ganz klein als „kleine Motte“ von 5x10 cm sie fängt mit ihren Arbeiten den „Moment“ ein, der eine zeitlos klassische Sprache spricht.

Sternstunden der Weiblichkeit

Als hätten sie sich schon ewig gekannt, so stimmig ergänzen die Arbeiten der Dresdener Bildhauerin Ursula Güttsches diese Werkgruppe. Die Künstlerin versteht es in Sandstein, Keramik oder auch Bronzeguss weibliche Figuren oder Fragmente zu erschaffen die das Wesentliche zum Ausdruck bringen.

Sternstunde nennt sie den liegenden Torso aus Raku-Keramik und es kommt einem vor als ob der Sternenstaub geradewegs auf das weibliche Fragment gefallen wäre. Ob weiblich gerundet oder eingefallen Ursula Güttsches versteht es das richtige Material für ein eigenständiges Kunststück zu verarbeiten. Einen Kontrapunkt bilden die Arbeiten der jungen Berliner Künstlerin Julia Benz. Farbintensiv bis in das kleinste Detail ausgearbeitet sind ihre Bilder. Sie lotet die Grenzen zwischen dem Gegenständlichen und dem Abstrakten aus. Sie malt Alltagsszenerien mit Menschen, abgewandt vom Betrachter streben sie einem Ziel entgegen. Farbfreudig und lebendig experimentiert die Berlinerin in ihren ausdruckstarken Bildern.

Audrey Hepburn in den Bildern zum Lesen

Ausdrucksstark ist auch Chess, eine neue Arbeit von Karoline Dumpe, die aus 27 Feldern besteht und über vier Meter breit ist.Das Strategiespiel wird hier auf ganz eigene Weise interpretiert. Helle und dunkle Tableaus wechseln einander ab.
Jedes hat im wahrsten Sinne des Wortes ein anderes Niveau und ein anderes Thema. In dem großen Papierrelief wechseln Themen wie Zeit, Gewalt, Alzheimer aber auch Boulevard ab. Es sind Bilder in einem Bild, in dem es viel zu lesen gibt.
Aus einer Briemarke heraus blickt Audrey Hepburn in die Ausstellung. Sie sieht wie sich Frauen in der Kunst weiter entwickelt haben.

Ob Materialwahl, Göße oder Bildinhalte die Künstlerinnen scheuen sich nicht mehr umstrittene Themen oder sperrige Werkstoffe anzufassen und auch zu präsentieren.

Die Ausstellung ist auch am Samstag und Sonntag 9./10. November geöffnet sowie am Sonntag, 17. November von 15 bis18 Uhr geöffnet. Anschließend ist eine Besichtigung nach individueller Absprache möglich, Telefon 02043/704347.
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