Jazzfrühschoppen mit - Four Stream Jazzband -

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Feinster New Orleans Jazz aus Holland, Jazz Happening mit der Four Stream Jazzband zum Frühschoppen am vergangenen Sonntag den 19. März '17 in der Mathias-Jakobs-Stadthalle. Stadtspiegel Foto: Kariger

Gladbeck: Jazzclub Frühschoppen | Das war feinster New Orleans Jazz aus Holland, Jazz-Happening mit der Four Stream Jazzband. Es ist schon erstaunlich, dass es dem Gladbeck Jazzclub immer wieder gelingt, neue Bands von hervorragender Qualität zu präsentieren. Erstaunlich auch die große Jazzszene im Nachbarland Holland.

Am Sonntag gastierte nun zum ersten Mal die Four Stream New Orleans Jazzband im Foyer der Matthias-Jakobs-Stadthalle. Bandleader und Pianist Hugo Jungen kommt aus Arnheim, die anderen Musiker aus anderen Städten unseres Nachbarlandes bis auf Peter Anders am Bass aus Recklinghausen, der mehrere Jahre Lehrer am Riesener Gymnasium war.

Gegründet hat sich die Band vor 25 Jahren in der Stadt Tiel, die an vier Flüssen liegt – daher der Name. Die meisten Mitglieder der Band sind schon lange in der Welt des Jazz unterwegs und haben bei bekannten Bands wie der New Orleans Second Line Jazzband und der La Vida Jazzband gespielt.

Dass sie zu den besten ihres Genres gehören, unterstrichen sie bei ihrem Gastspiel. Da passte alles zusammen. Man merkte den Musikern an, dass sie nicht nur jahrzehntelange Erfahrung haben, sondern dass sie hervorragend aufeinander abgestimmt sind und dass das gemeinsame Musizieren ihnen unheimlich viel Spaß macht.
Kennzeichnend für die Four Stream New Jazzband war das Gefühl und das Timing, kombiniert mit einem hervorragenden Swing. Der Auftritt war dadurch auch so etwas wie ein musikalisches Happening - swingende New-Orleans-Revival Jazzmusik.
Jedes einzelne der sieben (!) Bandmitglieder glänzte dabei auch mit Soli auf seinem Instrument, die immer wieder mit manchmal auch frenetischem Zwischenapplaus belohnt wurden.

Hervorzuheben ist auch der stimmlich bestens aufeinander abgestimmte Gesang von Trompeter Dick Olij und Posaunist Jan Lebesque. Die bekanntesten Stücke aus der Zeit der großen New Orleans Musiker wie Kid Thomas und George Lewis wurden zu Gehör gebracht sowie viele Klassiker wie „Bourbon Street Parade“, „Icecream“, „St. James Infirmary Blues“ oder der „Tiger Rag“.

Chuck Berry

Und als Hommage an den am Vortag verstorbenen Chuck Berry wurde einfühlsam ein Funeral a´ la New Orleans gesungen und gespielt. Mucksmäuschenstill war es dabei.
Die Freunde des Traditional Jazz waren begeistert und kamen voll auf ihre Kosten.

Stadtspiegel Fotos: Kariger
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