Kaplan-Poether-Haus eingeweiht - Ein Herz zum Verschenken

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„Geben wir unser Herz zum Verschenken frei“ – Mit diesen Worten eröffnete Weihbischof Ludger Schepers das neue Kaplan-Poether-Haus der Gemeinde Herz Jesu sowie die Wohngruppe Schroerstraße in Zweckel und weihte die neuen Räume anschließend mit Propst und Caritasdirektor André Müller ein. Foto: Kariger
 

Gladbeck: Herz-Jesu Zweckel | Gemeinde Herz Jesu und Caritasverband Gladbeck eröffnen das Kaplan-Poether-Haus sowie die Wohngruppe für Menschen mit Behinderung in der Schroerstraße in Gladbeck.

„Geben wir unser Herz zum Verschenken frei“ – mit diesen Worten eröffnete Weihbischof Ludger Schepers das neue Kaplan-Poether-Haus der Gemeinde Herz Jesu und die Wohngruppe Schroerstraße in Zweckel.

Auf 1.070 Quadratmetern finden hier ein Gemeindezentrum und zugleich zwei Wohngruppen für Menschen mit Behinderungen des Caritasverbandes unter einem Dach Platz. Die neuen Wohngruppen sind Teil des Dezentralisierungsprojektes des St.-Suitbert-Hauses. „Ich danke allen Mitwirkenden für ihren bisherigen Einsatz und danke auch denjenigen, die an diesem Ort künftig ihr Herz verschenken werden“, so Schepers. Die Gemeinde beging zugleich ihr Patrozinium, das Herz-Jesu-Fest.

Respekt und Wertschätzung

„Mit diesem Haus werden zwei Herzen sichtbar zu einem“, ergänzte André Müller, der als Caritasdirektor und Propst der Pfarrei Sankt Lamberti seine guten Wünsche übermittelte. Ein großes gemeinsames Projekt der Gemeinde Herz Jesu und des Caritasverbandes mit vielen vorangegangenen Jahren der Planung sei nun abgeschlossen. „Aber das Eigentliche fängt heute erst an: Ich hoffe auf ein spannendes, lebendiges Zusammenleben, getragen von Geduld, gegenseitigem Respekt und Wertschätzung.“ Müller bedankte sich zudem bei den Nachbarn für „das Ertragen der 18 Monate Bauzeit“. „Das ist ein zukunftweisendes Projekt gemeindlichen und karitativen Lebens im Revier. Ich hoffe, dass das Herz dieses Hauses tüchtig im Stadtteil und der Gemeinde schlägt.“

Kann ein Stadtteilzentrum werden

Auch Stefan Mühlenbeck, Leiter der Abteilung Wohnen, Beratung und Assistenz des Caritasverbandes, wünschte dem Haus ein Klima der Offenheit, Begegnung und Freundlichkeit. „Gemeindliches Leben und Wohnen finden hier zusammen. Der Kontakt und die Begegnung im Gemeindezentrum lassen Inklusion ganz selbstverständlich leben.“ Caritasrats-Vorsitzender Bernd Grewer erinnerte an den Namensgeber des Gemeindezentrums, Kaplan Bernhard Poether, und dessen Einsatz für schutzbedürftige Menschen während der NS-Zeit: „Eine Gemeinde und schutzbedürftige Menschen finden an diesem Ort gemeinsam ein neues Zuhause.“
Claudia Landmesser, Sprecherin des Gemeinderates Herz Jesu, hofft auf einen Ort, an dem Gemeinde wieder wachse. „Dieses Projekt hat das Ehrenamt bis an die Grenzen des Machbaren geführt“, betonte sie. Sie wünsche sich einen offenen Blick in das Haus, „das zu einem richtigen Stadtteilzentrum werden kann.“

80.000 Euro vom Förderverein

Die Gemeinde Herz Jesu verfügt im Erdgeschoss des Gebäudes nun über ein modernes Gemeindezentrum mit 333 Quadratmetern Platz. Der Förderverein der Gemeinde beteiligte sich mit 80.000 Euro an der Inneneinrichtung. Im ersten und zweiten Obergeschoss befinden sich je eine Wohngruppe des Caritasverbandes für acht Menschen mit Behinderung.

Helle, barrierefreie Einzelappartements und Gemeinschaftsräume ermöglichen individuelle, aber auch gemeinschaftliche Lebensgestaltung. Zuschüsse und Darlehen der Aktion Mensch, der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW, öffentliche Mittel und Eigenmittel des Caritasverbandes Gladbeck deckten diese Finanzierung ab. Damit ist nun der dritte von fünf Standorten des Projekts „Denzentralisierung des St.-Suitbert-Hauses“ eröffnet.

Fotos: Kariger
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