Kultur-Freikarten für Einkommensschwache?

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Setzt sich im Namen der „Senioren-Union Gladbeck“ dafür ein, dass bei städtischen Kulturveranstaltungen nicht verkaufte Eintrittskarten kostenlos an Senioren mit wenig Einkommen abgegeben werden: Maria Seifert.

Gladbeck. Können in Gladbeck Senioren, die nur über eine kleine Rente verfügen, bald sozusagen zum „Nulltarif“ Kulturveranstaltungen in der Stadthalle besuchen?

Für eine solche Möglichkeit setzt sich jedenfalls die „Senioren-Union Gladbeck“ ein, deren Vorsitzende Maria Seifert auch bereits einen entsprechenden Brief an Bürgermeister Ulrich Roland geschrieben hat.

Maria Seifert verweist darauf, dass es auch in Gladbeck, ebenso wie in vielen anderen Städten, ältere Mitbürger gebe, die nach ihrem Eintritt ins Rentenalter mit wesentlich weniger Geld als während der Zeit ihrer Berufstätigkeit auskommen müssen. Dies gelte ganz besonders für die Frauen, die auf eine Witwenrente angewiesen seien.

Und eben diesem Personenkreis sei es aus finanziellen Gründen oftmals nicht möglich, hochwertige, kostenpflichtige Veranstaltungen in der Stadthalle zu besuchen, führt Maria Seifert weiter aus. „Dies ist umso bedauerlicher, als gerade diese Angebote seitens der Stadt subventioniert werden,“ schreibt die Vorsitzende der „Senioren-Union Gladbeck“.

Und Maria Seifert verweist auf die Vorgehensweise anderer Städte in Nordrhein-Westfalen. Dort sei man dazu übergegangen, nicht verkaufte Eintrittskarten an kulturinteressierte Bürger, die es sich finanziell nicht leisten könnten, eine teure Eintrittskarte zu kaufen, kostenlos abzugeben.

Aus der Sicht der „Senioren-Union Gladbeck“ sei dies eine gute Möglichkeit, die Subventionenen der Städte im Kulturbereich „gerechter“ zu verteilen. Hinzu komme, dass man mit dieser Vorgehensweise Menschen helfen könne, auch im Alter sowie mit einer geringen Rente, weiterhin an den Kulturangeboten teilhaben zu können.

In dem Brief bittet die „Senioren-Union“ Bürgermeister Ulrich Roland darum, den Vorschlag aufzunehmen. Denn so würde es in Gladbeck bald eine Möglichkeit geben, die es allen Bürgern der Stadt ermögliche, an kostenpflichtigen Veranstaltungen teilzunehmen.
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Stanley Vitte aus Düsseldorf | 19.12.2012 | 17:14  
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