Mitsingen beim Pop-Oratorium

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In den Proben wird der große Chor von zwei Dirigenten geleitet. Kreiskantor Matthias Uphoff (vorne) widmet sich den Männerstimmen. (Foto: MLFR)
 
Irmgard Größbrink hat bereits bei der Uraufführung viele positive Erfahrungen gesammelt (Foto: MLFR)
Bühnenerfahrung mit großem Chor und professionellen Musikern sammeln

Der Projektchor für das Pop-Oratorium LUTHER, das vom Martin Luther Forum Ruhr in Kooperation mit dem Evangelischen Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten im November 2016 veranstaltet wird, zählt mittlerweile über 100 Sängerinnen und Sänger, die sich intensiv auf die zwei Aufführungen in der Maschinenhalle Zweckel vorbereiten. Neben 12 Musical-Darstellern, einer 7-köpfigen Band und einem 30-köpfigen Symphonieorchester hat Produzent und Komponist Dieter Falk dem Chor eine der Hauptrollen zugedacht, der die Handlung kommentiert und die aufkommenden Zweifel und Fragen Martin Luthers verdeutlicht. Die musikalische Bandbreite dieses Oratoriums reicht von Pop über Gospel bis hin zu Rockelementen und verspricht mit den eingängigen Melodien ein außergewöhnliches Bühnenerlebnis.

Die Mitwirkenden kommen aus verschiedenen Städten des Ruhrgebiets - das jüngste Mitglied ist 12 Jahre alt, das älteste 78. Dabei kommen sie nicht nur aus bestehenden Chören sondern sind auch als Einzelsänger zu dem Projektchor gestoßen. Zur Teilnahme ist weder eine Konfessionszugehörigkeit noch die Mitgliedschaft in einem Chor erforderlich. "Wir möchten Sängerinnen und Sängern die Möglichkeit bieten, für einen überschaubaren Zeitraum in ein anspruchsvolles Projekt mit professionellen Musikern einzutauchen." sagt der Musikalische Leiter Wolfgang Flunkert aus Herne.
Einige Sängerinnen und Sängern haben bereits bei der Uraufführung des Pop-Oratoriums mitgewirkt und geben die gewonnenen Erfahrungen gerne weiter. Die Gladbecker Schülerin Jana Bednarz ist nach wie vor von dem Oratorium begeistert und meint: "Ich singe mit, weil es großen Spaß macht, die faszinierenden Stücke mit so vielen Musikern auf großer Bühne aufzuführen." Ähnlich sieht es die Verwaltungsangestellte Irmgard Größbrink aus Gladbeck und beschreibt ihre Erfahrung in dem Projektchor: "Ich singe mit, weil mich das gemeinsame Singen bereichert und ich nach jeder Probe die positive Wirkung der Musik spüre." Und der Oberhausener Joachim Danzig erklärt seine Motivation, bei diesem Projekt mitzuwirken, mit der Musik und dem historischen Hintergrund des Stücks: "Ich singe mit, weil die Musik mitreißend ist und die Texte dazu anregen, sich mit der Bedeutung von Martin Luther für die heutige Zeit zu beschäftigen." Damit richtet er den Blick auf den Inhalt des Pop-Oratoriums, welches Luthers Verteidigung seiner gewagten Thesen 1521 auf dem Reichstag zu Worms in den Mittelpunkt stellt. Eine der Kernaussagen, die der Texter Michael Kunze hervorhebt und die bis in die heutige Zeit große Bedeutung hat, ist Luthers revolutionäre Aufforderung zum „Selber denken“.

In den monatlich stattfindenden Proben werden die Stücke, die sich die Sängerinnen und Sänger im Selbststudium erarbeiten, vertieft und zu einem harmonischen Gesamtbild zusammengefügt. Dabei bedienen sich viele der hilfreichen Übungs-CDs, die es für jede der vier Stimmlagen gibt, und mit denen man die eigene Stimmlage auch ohne Instrument leicht erlernen kann.
Die nächste Probe findet am 22. April von 20 bis 22 Uhr, nicht wie gewohnt im Martin Luther Forum, sondern in der Christuskirche Gladbeck, Humboldtstraße 11, in Gladbeck statt. Interessierte, die gerne bei diesem Projekt mitsingen möchten, sind herzlich eingeladen. Die Teilnahme ist kostenfrei - lediglich die Chorpartitur muss käuflich erworben werden. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite www.lutherforum-ruhr.de
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