Abiturtreff im Rats nach 55 Jahren - Röken erinnerte an Friedrich-Wilhelm Schulteis

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Im Restaurant "Jammerkrug" trafen sich am vergangenen 14. April zur 55. Abiturientia von li.: Klaus Eisenacher, Prof. Hans-Jürgen Weber, Prof. Paul Derks, Wolfgang Röken, Hans-Jörg Matanovic, Heinz-Jürgern Ebenrett, Dr. Michael Schumacher, Klaus Möller, Bruno Bergens, Johannes Dinkelborg. Foto: Kariger

Gladbeck: Abiturtreffen nach 55 Jahren | Die "O I m" von 1963 traf sich im Ratsgymnasium und einer reiste dazu sogar aus Virginia/USA an. Das war ein großes Wiedersehen. Zur 55. Abiturientia trafen sich die damaligen Schüler der O I m im Ratsgymnasium und wurden von Schulleiter Hans-Christoph Pocha begrüßt.

"O I m" heißt Oberprima des mathematisch-naturwissenschaftlichen Zweiges. Es war die erste Klasse, die mit dieser Ausrichtung Abitur machte. Physik war schriftliches Abiturfach, Chemie und Biologie zählten zu den mündlichen Prüfungsfächern. Aus diesem Zweig ist dann das Heisenberg-Gymnasium hervorgegangen. Damals gab es nur zwei Gymnasien in Gladbeck, das Städtische Jungengymnasium im heutigen Ratsgymnasium und das Städtische Mädchengymnasium im heutigen Riesener Gymnasium.

Organisiert wurde das Treffen, dass alle fünf Jahre stattfindet, wieder vom Altoberbürgermeister und ehemaligen Landtagsabgeordneten Wolfgang Röken, denn er und Klaus Eisenacher, ehemaliger Lehrer am Heisenberg-Gymnasium, sind die einzigen, die am Ort geblieben sind. Alle anderen leben über die ganze Bundesrepublik von Süddeutschland bis Niedersachsen verstreut. Und obwohl alle Ehemaligen stramm auf die 75 Jahre zugehen, kamen bis auf einen, der aus gesundheitlichen Gründen die Reise nicht antreten konnte, alle noch Lebenden zum Treffen. Die weiteste Anreise hatte Hans-Jörg Matanovic, der seit über 40 Jahren in den USA lebt und aus Roanoke/Virginia („The Star City of the South“) nach Gladbeck gekommen war.

„Wir mussten damals noch eine dreitägige Aufnahmeprüfung für das Gymnasium ablegen es musste Schulgeld bezahlt werden,“ erinnerten sich die heutigen älteren Herren. Die Eltern, die das nicht konnten, mussten einen Antrag mit Verdienstnachweis stellen, um teilweise oder ganz davon befreit zu werden, denn auch das Wort „Lernmittelfreiheit“ kannte man noch gar nicht.
Hans-Jörg Matanovic und Hans-Jürgen Weber hatten übrigens nach dem „Einjährigen“ an der Realschule nebenbei das große Latinum nachgeholt und ohne Zeitverlust das Abi bestanden.

Bei einem Rundgang durch die Schule nahmen die Ehemaligen auch Platz in ihrem früheren Klassenraum. Schulleiter Pocha ging schwerpunktmäßig auf die Themen „G 8“ und „G 9“, Inklusion und Digitalisierung ein, worüber es eine lebhafte Diskussion gab.
Der frühere Schulleiter Friedrich-Wilhelm Schulteis, der aus familiären Gründen nicht kommen konnte, erinnerte sich in einem sehr persönlich gehaltenen Brief, den Wolfgang Röken vorlas, an seinen Unterricht in Erdkunde im Schuljahr 1959/60 und an die Klassenfahrt von der Eifel bis zur Mosel begleitet hatte, die er begleitete.
Mit einem Essen und gemütlichen Zusammensein im Restaurant Jammerkrug, bei dem viele damalige „Schoten“, Streiche, Erlebnisse und Anekdoten aus dem Unterricht und über die Lehrer gelacht wurde, klang das Treffen aus.

Die Berufspalette der Ehemaligen kann sich sehen lassen. Alle haben ihren Weg gemacht: Unter ihnen sind 3 Lehrer, 2 Professoren, 5 Ingenieure und Mathematiker, 2 Ärzte und 1 Psychologe.

Foto: Kariger
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