Symbolträchtig für Zweckel: Vor einigen Jahre war das Stellwerk an der Söllerstraße mit seinem Blumenschmuck noch ein schönes Wahrzeichen für den Stadtteil. Doch im Laufe der Zeit wurde der Blumenschmuck immer kärglicher und ähnlich verhält es sich beim - seit Jahren angekündigten - Ausbau des Zug-Haltepunktes sowie der Ansiedlung eines Lebensmittel-Discounters an der Feldhauser Straße aus. Foto: Braczko
Die Menschen in Zweckel müssen sich künftig wohl noch mehr als bisher in Geduld üben. Anders kann man die Ergebnisse des jüngsten „Politischen Frühstückes“, zu dem der SPD-Ortsverein Zweckel eingeladen hatte, nicht bezeichnen.
Denn der seit Jahren geplante Umbau des „Bahnhofes Zweckel“, der in seiner aktuellen Version ja höchstens den Ansprüchen eines „Haltepunktes“ gerecht wird, zieht sich weiter in die Länge. Erst Ende des Jahres 2014 sollen die Bauarbeiten beendet sein. Und ebenso lange müssen die Zweckeler wohl auf den neuen Lebensmittel-Discountmarkt warten, der an der Feldhauser Straße gebaut werden soll.
Allein schon diese „Langzeit-Aussichten“ sind ja nun wirklich nicht dazu geeignet, Jubelstürme auszulösen. Und wer garantiert den Bürgern im Norden Gladbecks die Einhaltung der genannten „Wartezeiten“? Wie oft schon stand der Baubeginn im Bereich „Bahnhof“ bevor? Und auch die Sache mit dem Lebensmittel-Discounter hat sich zu einem „Dauerbrenner“ entwickelt.
Warten werden müssen die Zweckeler auf jeden Fall. Doch die Ereignisse der Vergangenheit lassen viel Schlimmeres befürchten, denn die Wartezeit könnte unter Umständen weit über das Ende des Jahres 2014 hinausgehen.
Leider kann Politik uind Verwaltung nicht alles auf den Weg bringen, was sich BürgerInnen im Stadtteil wünschen. Vieles liegt in Händen anderer (z. B. DB, Investoren und Spekulanten), die nicht nur die Interessen von betroffenen Bürgern im Blick haben.
Der Umbau des Zweckeler Bahnhofs wird frühestens Ende 2014 fertig gestellt werden können, da die Bahn für alle Beteiligten überraschend nun einen längeren Bahnsteig (150 m) bauen muss, da die Züge länger werden und dies einen entsprechenden Umbau der Brücke Beethovenstraße erfordert.
Auch die notwendige Ansiedlung eines dringend benötigten Discounters an der Feldhauser Straße auf einem 3.500 m² großen Grundstück macht Schwierigkeiten. Hier soll eine Verkaufsfläche von rund 800 m² mit 44 Parkplätzen errichtet werden. Wenn alles optimal verläuft müssen die Zweckeler allerdings auch noch bis zum Jahr 2014 bis zu einem ersten Einkauf warten. Aktuelle Verhandlungen des Investors mit den Grundstückeigentümern erschweren immer noch ein großflächigere Entwicklung des Standortes.
Leider gibt es auch auf dem Grundstück Bohnekamp-, Schlägel- und Eisenstraße zurzeit kein Vorankommen. Auch hier haben die Stadt Gladbeck und die Politik keinen Einfluss auf die weitere Entwicklung durch die Firma „AKIMO“, die seit längerer Zeit schon Eigentümer der Immobilie ist.
Positiv angenommen und gut genutzt sind dagegen die Radschutzstreifen in Zweckel, die zuletzt auf der Tunnelstraße eingerichtet wurden.
Windenergieräder wird es in Zweckel nicht geben. Hierzu gab es neben dem Untersuchungsgebiet Zweckel noch zwei weitere mögliche Standorte in Brauck und Rentfort. Das Gebiet um die Breiker Höfe im Zweckeler Norden kommt deshalb für eine Errichtung von Windkrafträdern nicht in Betracht, da Bebauungsabstände von 450 m zu Siedlungsgebieten eingehalten werden müssen und da es sich teilweise um Naturschutzgebiet handelt bzw. das Trassen für Überlandversorgungsleitungen genutzt werden.
Letztendlich ging es auch um die aktuellen Linienführungen der Vestischen im Gladbecker Norden. Hier werden sich Verwaltung und Politik noch einmal mit der Vestischen an einen Tisch setzen, um die in den letzten Tagen angemerkten Wünsche von Bürgern noch einmal auf eine Umsetzung hin zu überprüfen.
Trotzdem macht politische Arbeit Spaß. Probleme anzusprechen, Nichts zu tabuisieren und gemeinsam nach Lösungen zu suchen, so verstehen wir bürgernahe Politik in Zweckel.
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