Gladbecker Feuerwehr-Nachwuchs übte den Ernstfall

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Auch die Rettung vermisster Personen und deren ärztliche Erstversorgung gehörten zu den Inhalten der Übungen, die der Feuerwehr-Nachwuchs im sauerländischen Kierspe zu bewältigen hatte. (Foto: Feuerwehr Gladbeck)
 
Eine "brennende Scheune" wurde im Außenangriff gelöscht. Für die Löschwasserversorgung musste eine 500 Meter lange Schlauchleitung von einem Teich bis zur Einsatzstelle verlegt werden. (Foto: Feuerwehr Gladbeck)

Gladbeck. Für drei Tage zu Gast im Sauerland waren jetzt Aktive der Gruppen Nord und Süd der Jugendfeuerwehr Gladbeck samt ihren Betreuern unter der Leitung von Stadtjugendfeuerwehrwart Fabian Bröß.

Kierspe war Ziel des Feuerwehr-Nachwuchses, der dort an einer „Übergreifenden Übung“ teilnahm, die von der zuständigen Arbeitsgruppe „Junge Feuerwehr“ im Rahmen des Projektes „Feuerwehrensache“ organisiert wurde. „Übergreifend“ bedeutet, dass in dem genannten Projekt engagierte Jugendfeuerwehren aus Nordrhein-Westfalen verschiedene Einsatzszenarien üben und absolvieren. Wobei natürlich der Spaß und das Miteinander im Vordergrund standen, weshalb die Unterkunft für die Jugendlichen in Form eines Zeltlagers stattfand.

Nach der Ankunft am Freitagvormittag machten sich die teilnehmenden Jugendfeuerwehren aus Gladbeck, Alfter sowie Dortmund-Sölde an den Aufbau der mitgebrachten Zelte. Nach dem stärkenden Mittagessen standen Kennenlernspiele auf dem Programm, ehe um 18 Uhr Frank Emde (Bürgermeister Kierspe), Dieter Grefe (Kreisbrandmeister Märkischer Kreis), Ludger Schlingmann (Projekte Feuerwehrensache) und Georg Würth (Leiter Freiwillige Feuerwehr Kierspe) die offizielle Eröffnung der Veranstaltung vornahmen. Nach dem Abendessen gab es im „Kino“ Spaß pur bei der Vorführung des Animationsfilmes „Die Minions“.

500 Meter lange Schlauchleitung verlegt

Arbeitsreich für die Jugendfeuerwehr-Aktiven war der Samstag. Nach dem Frühstück standen drei Übungen an, wobei die Jugendlichen in „gemischten Einheiten“, bestehend aus Teilnehmern aller Wehren, gefordert waren. So gab es zunächst den Einsatz „Unklare Rauchentwicklung auf einem Bauernhof“. Angenommen wurde, dass aus unbekannter Ursache ein in einer Scheune stehender Pkw in Brand geraten war. Die Versorgung mit Löschwasser musste über eine 500 Meter lange Schlauchleitung, die zu einem Teich führte, sichergestellt werden. Der imaginäre Brand wurde von Außen gelöscht. Bei der zweiten Übung wurden die Einsatzkräfte über eine Brandmeldeanlage in ein Industriegebiet gerufen. Hier war es in einer Lagerhalle aus unbekannter Ursache zu einer starken Rauchentwicklung gekommen. Bei der Erkundung der Lage wurde festgestellt, dass drei Personen als vermisst galten und gerettet werden mussten. Und bei der dritten Übung ging es um einen Kellerbrand in einem Schulgebäude. Auch in diesem Fall wurden vier Personen als vermisst gemeldet und mussten gerettet werden. Zudem musste der angenommen Brand gelöscht werden. Alle Übungen wurden mehrfach durchgeführt, damit jeder Teilnehmer jede Übung auch mindestens einmal zu absolvieren hatte.

Nach getaner Arbeit und dem Abendessen wartet noch ein Disco-Abend auf den Feuerwehr-Nachwuchs, der sich hierbei die frisch gemixten – selbstverständlich alkoholfreien – Cocktails schmecken ließ.

Eine kleine Abschlussbesprechung nach dem sonntäglichen Frühstück war dann der letzte offizielle Teil des ereignis- und erlebnisreichen Wochenendes. Eine "brennende Scheune" wurde im Außenangriff gelöscht. Für die Löschwasserversorgung musste eine 500 Meter lange Schlauchleitung von einem Teich bis zur Einsatzstelle verlegt werden.
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