Gladbecker Pfarrer besuchten Mega-Kirche in Chicago

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„Musik im Auditorium" Zu den Gottesdiensten von Willow Creek gehören professionelle Sound- und Lichttechniken. (Foto: Foto: Privat)
 
Reisegruppe aus Gladbeck (v.l.): Die Pfarrer Sebastian Amend, Cornelius Bury, Gabriele Anicker, Constanze und Dietmar Chudaska. (Foto: Foto: Privat)
Gladbeck: Stadtgebiet | Gladbeck/Chicago. Die amerikanischen Mega-Gemeinde Willow Creek Community Church in Chicago war Ziel einer Studienreise, die Superintendent Dietmar Chudaska, seine Frau Constanze, Pfarrerin Gabriele Anicker, Pfarrer Cornelius Bury und Pfarrer Sebastian Amend in den Norden der USA führte.

Dort nahmen die Gladbecker mit weiteren 10.000 Teilnehmern aus aller Welt an einem Führungskongress teil, der unter dem Leitgedanken „Wenn eine Führungsperson besser wird, profitiert jeder“ stand.

13 hochkarätige Sprecher aus Kirche, Gesellschaft und Politik, darunter Melinda Gates von der gleichnamigen Stiftung des US-Multi-Milliardärs, sprachen über Themen wie das Dienen, emotionale Intelligenz bis hin zu Fragen der Kommunikation.

Warum lädt eine Megakirche zu einem Leitungskongress ein? Dazu muss man auf die Idee von Willow Creek blicken. „Ausgangspunkt war die Frage „Wie müsste eine christliche Gemeinde arbeiten, damit Kirchenferne einen einfachen Zugang zu ihr finden“, erklärt Superintendent Chudaska. Der Gemeindepfarrer Bill Hybels begann vor 40 Jahren seine Gemeinde mit Blick auf diese Frage zu leiten. Zunächst, so Chudaska, traf sich die Gemeinde in Kinos, später wurde keine Kirche, sondern ein riesiges Mehrzweck-Veranstaltungsgebäude mit 7.500 Sitzplätzen errichtet.

„Statt einer Orgel steht eine Band auf der Bühne, dazu kommen Videoclips und andere verkündigende Unterhaltungselemente wie etwa Talkrunden oder auch Comedy“, berichtet der Superintendent. Dass zur Kirche professionelle Sound- und Lichttechnik gehört, verstehe sich von selbst. „Schließlich werden die Gottesdienste über das Internet einem weltweiten Publikum zugänglich gemacht.“
Faszinierend sei, wie es den Predigern gelinge, unterhaltsame Alltagsgeschichten mit elementaren biblischen Aussagen zu verknüpfen. „Man sollte nicht von Liturgie, sondern von Choreografie der Gottesdienste sprechen, denn Musik, Licht und Vortrag sind bis ins Detail aufeinander abgestimmt“, fasst Chudaska seine Eindrücke zusammen.

Willow Creek hat sich zu einer Megakirche entwickelt: 18.000 bis 20.000 Besucher finden den Weg in die drei Gottesdienste am Wochenende, hinzu kommen 1.800 Jungen und Mädchen, die den Kindergottesdienst besuchen. An Weihnachten sind es dann doppelt so viele. Möglich, so Chudaska, werde dieses Gemeindeleben durch unzählige Ehrenamtliche.

Chudaska nennt die nüchternen Zahlen des Kongresses: 10.000 Teilnehmer vor Ort, dank Satellitenübertragung in den USA über 100.000 Teilnehmer an über 100 weiteren Orten. In den nächsten Monaten gehen die Vorträge auf Weltreise. Geplant sind Veranstaltungen in 128 Ländern auf allen Kontinenten.

„Aber am Anfang steht immer die Feststellung „Leadership matters“ (Was zählt, ist Leitung)“, sagt der Superintendent. Führung sei von Bedeutung. Glauben, Dienen und Wertschätzung von Menschen gingen in Willow Creek Hand in Hand. Am Ende seien es dennoch nicht die Zahlen der Megakirche, die besonders beeindruckten.

„Angerührt hat die Tatsache, dass die Gemeinde eine Einheit lebt, die ihren Mittelpunkt im Gottesdienst hat. Die Begegnung mit den Menschen und der Arbeit von Willow Creek hat und begeistert und inspiriert und unsren Horizont erweitert“, zieht der Superintendent Bilanz. „Musik im Auditorium" Zu den Gottesdiensten von Willow Creek gehören professionelle Sound- und Lichttechniken.
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