Jazzfrühschoppen - Jolly Jazz Orchestra in der Stadthalle

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Jazz-Frühschoppen im Foyer der Mathias-Jakobs-Stadthalle Gladbeck: Einen satten, fetten Sound mit Traditional Jazz vom Feinsten bot das "Jolly Jazz Orchestra" im Monat März den Zuhörern. Foto: Kariger

Gladbeck: Jazzclub Gladbeck | Satter, fetter Sound - Traditional Jazz vom Feinsten - Jolly Jazz Orchestra bot Evergeens, Entertainment und gute Laune. Es ist schon über 10 Jahre her, dass das Jolly Jazz Orchestra das letzte Mal beim Jazz im Rathaus hier war. Am Sonntag zog die Band, die es bereits seit 50 Jahren gibt, alle Register ihres Könnens und bot Traditional Jazz vom Feinsten, so richtig nach dem Geschmack des fachkundigen Publikums.

Die sieben 7(!) Musiker, also wirklich ein kleines Orchester, glänzten nicht nur mit einer unbändigen Spielfreude, sondern auch mit einem fetten Sound. Man merkte allen an, dass sie über eine langjährige Karriere verfügen und dass sie sich sozusagen blind verstehen – hervorragend ihr Zusammenspiel auch die zum Teil überraschenden Improvisationen.

Die Tatsache, dass Klarinette und Saxophon praktisch doppelt besetzt sind und alle Bandmitglieder auch hervorragende Jazzsänger sind, eröffnet ein unheimlich breites musikalisches Spektrum.
Einmalig und unter die Haut gehend war die Interpretation von Sidney Bechet´s „Petite Fleur“, von Peter Colditz und Gary Jasmin (GB) auf zwei Klarinetten, ebenso das von diesen beiden auf dem Saxophon gespielten Fats Domino Hit „Blueberry Hill“ oder der Glenn-Miller-Hit „In the Mood“.

Hervorzuheben sind ebenso die vom Holländer Tom Bierman (Sousaphon) als Sänger einfühlsam vorgetragenen melancholischen, langsamen Stücke wie die Banjo-und Gesangssoli von Hans Kischmeyer oder die Trompeten-Soli von Adi Küster-Mahnstein. Und Drummer Christian Davids, der kurzfristig eingesprungen war, fügte sich harmonisch in die Band ein.

Nicht zu vergessen der Chef und die „Seele der Band“, Urgestein Freddy Schauwecker (Posaune, Gesang), der auch ein Jazz-Buch geschrieben hat. Er führte mit rheinischem Humor als Moderator durch das Programm, in dem er auf die Jazzgeschichte und die Entstehung der einzelnen Stücke einging. Eingängige und bekannte Jazzstücke wie „Alexanders Ragtime Band“, „At the Jazzband Ball“ „Ice Cream“ oder „When the Saints“ waren genau nach dem Geschmack der Zuhörer, so dass die Musiker erst nach Zugaben den Weg zurück ins Rheinland und nach Holland antreten konnten.

Fotos: Kariger 
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