Lesen macht stark - Mit dem Tablet auf Energiezeitreise

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Ein „Kumpel“ für die Fotostory: Im Gladbecker Museum reisten die elf Mädchen für ihre Fotostory „unter Tage“.
Gladbeck: Museum | „Von unten nach oben“ - eine passende Umschreibung für den Energiewandel in unserer Region. Die Steinkohle tief in der Ruhrgebietserde galt jahrzehntelang als zuverlässiger Energielieferant, abgelöst wurde sie unter anderem von der Windenergie, die in luftigen Höhen durch Windräder gewonnen wird. Wie sich dieser Wandel vollzogen hat, dies bilden nun elf Mädchen im Leseförderungsprojekt „Lesen macht stark: Lesen und digitale Medien“ in einer Fotostory ab.

In einem viertägigen Workshop hatten die jungen Damen zwischen zehn und 13 Jahren die Gelegenheit, in der Bücherei, im Museum der Stadt Glabeck sowie auf der Halde Oberscholven mit Hilfe von Tablets Fotos zu machen und dazu eine Geschichte zum Thema „Energiezeitreise - von unten nach oben - von der Steinkohle zur Windenergie“ zu erstellen.

Projekt zur Leseförderung


Das Projekt, das die Stadtbücherei in Kooperation mit dem Internationalen Mädchenzentrum (MZ), dem Gladbecker Museum sowie der ELE-Scholven-Wind-GmbH, soll der Leseförderung dienen. „Wir hatten uns im letzten Jahr für das Projekt des Deutschen Bibliotheksverbands mit der Idee, den Energiewandel in unserer Region zu zeigen, beworben“, erläutert Büchereileiter Uwe von der Weppen. Als der Zuschlag und damit auch die hundertprozentige finanzielle Förderung kam, setzte sich die Bücherei mit dem MZ in Verbindung, das sich sofort angetan von diesem Projekt zeigte.

Bezug zum Thema Kohle


„Zumal schnell klar wurde, das viele unserer Mädchen durch Verwandte - Onkel oder Opa arbeiteten selbst noch unter Tage - einen Bezug zu diesem Thema hatten“, erklärt Esther Montzka, pädagogische Mitarbeiterin im MZ. Auch das Museum war bereit, sich an dem Projekt beteiligen, das nun in der letzten Woche realisiert wurde.
Zum Auftakt las der Geschäftsführer der ELE-Scholven-Wind GmbH, Andreas Brandt, in der Bücherei die Sage „Schweinehirt Jörgen entdeckt die Kohle“ vor, die die Mädchen - die Mehrzahl aus dem MZ, einige von der Erich-Fried-Schule - als Basis für ihre erste Geschiche diente.

Anschließend erstellten die Mädchen in kleinen Arbeitsgruppen Storyboards zur Erstellung der Fotogeschichte. Nach einer Einweisung in die Nutzung der Tablets, wurde die Sage von den Mädchen szenisch dargestellt und per Tablet fotografiert. Beim Besuch des Gladbecker Museum gab Leiterin Dr. Christine Schönebeck ihren Gästen eine kurze Einführung in den Bergbau.

Waschechte Kumpel


Mit Requisiten wie Bergmannskluft und schwarzem Lidschatten verwandelten sich einige der Mädels in waschechte Kumpel, die natürlich aufs Tablet gebannt wurden.
Weiter ging es dann zum Windpark auf der Halde Oberscholven, hier konnten die Besucherinnen die beiden Windräder besichtigen, die mit einer Nabenhöhe von knapp 100 Meter und einem Rotordurchmesser von 82 Meter fast 30 Kilometer weit zu sehen sind. Nach diesen Erlebnissen wurde aus den gesammelten Eindrücken und Fotos die Fotostory zur Energiezeitreise umgesetzt.

Fortsetzung im nächsten Jahr


„Ein Fotobuch und T-Shirts werden zur Erinnerung auch noch verteilt“, kündigte Uwe von der Weppen an, der sich eine Fortsetzung des Projekts im nächsten Jahr durchaus vorstellen kann.

Die Fotostory wird bei einer Abschlusspräsentation im MZ gezeigt, ein Termin dafür steht allerdings noch nicht fest. Für die Mädchen allerdings steht fest: Ihre Energiezeitreise war spannend, lehrreich und hat viel Spaß gemacht.
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