Senioren vs. WDR: Zur Absetzung der Radiosendung "Mittendrin"

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Der Vorstand des Gladbecker Seniorenbeirats kündigte Widerstand gegen die anstehende Absetzung von „Mittendrin – In unserem Alter“. Das Format des WDR 4 erfreue sich besonderer Beliebtheit bei den Seniorinnen und Senioren. (Foto: Privat)
Gladbeck: Stadtgebiet | Der WDR reagierte jetzt auf eine Rüge des Seniorenbeirats Gladbeck. In einem Schreiben hatte zuvor Hans Nimphius, Stellvertretender Vorsitzender des Beirats sowie Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Seniorenvertretungen im Kreis Recklinghausen, deutliche Worte an die amtierende Hörfunkdirektorin Valerie Weber gerichtet:

Mit Bedauern und Empörung habe der Seniorenbeirat die Information zur Absetzung der Sendung „Mittendrin – In unserem Alter“ des Senders WDR 4 aufgenommen. Besonders vor dem Hintergrund des regen Interesses, das Gladbecker Senioren und Seniorinnen an der Sendung hätten, sei es nicht nachvollziehbar, dass die Sendung jetzt abgeschafft werden soll.

Widerstand angekündigt


„Die an den Themen interessierten Damen und Herren im Seniorenalter haben kein Verständnis für das geplante Vorhaben, diesen wiederkehrenden Programmteil zu streichen und fühlen sich vom Sender düpiert. Wer so mit den Themen für Ältere verfährt, zeigt deutlich, welchen Stellenwert diese Generation im WDR einnimmt“, so Nimphius. Und fügte hinzu: „Diese Vorgehensweise trifft auf unseren Widerstand! Wir fordern Sie auf, diese Sendung auch nach dem Ausscheiden der beliebten Hörfunk-Journalistin Dr. Ulla Foemer mit den Beiträgen „für einen realistischen Blick“ auf das Alter fortzuführen.“ Als Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Seniorenvertretungen im Kreis Recklinghausen kündigte Hans Nimphius weiterhin an, die geplante Absetzung von „Mittendrin“ in der nächsten Sitzung der Seniorenvertretungen zur Sprache zu bringen und weiteren Widerstand zu formieren.“

Umstrittene Hörfunkreform


Jetzt erreichte den Seniorenbeirat ein Antwortschreiben aus der Programmdirektion des WDR 4. Im Namen von Direktorin Valerie Weber äußert darin Jochen Rausch, dass "die angesprochene Thematik (...) auch in Zukunft bei WDR 4 einen breiten Raum
einnehmen" werde. Mit dem Hinweis, dass Nimphius' Anmerkungen bei weiteren Überlegungen berücksichtigt würden, schließt Rausch sein Schreiben. Die unter Hörfunkdirektorin Weber eingeleitete Reform für 2016 sorgte bereits kurz nach ihrer Ankündigung für Furore. Änderungen im gesamten Programm seien unausweichlich, hieß es. Gründe dafür seien einerseits finanzielle, doch auch die inhaltliche Ausrichtung des Programms müsse den Hörgewohnheiten der Empfänger angepasst werden.
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2 Kommentare
10.421
Wolfgang Kill aus Gladbeck | 07.01.2016 | 09:51  
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Wolfgang Kill aus Gladbeck | 07.01.2016 | 11:02  
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