Trauer um Anny Ruloffs

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(Foto: Claudia Hautumm/pixelio.de)
Gladbeck: Stadtgebiet | Große Betroffenheit im Rathaus hat der Tod der ehemaligen Ratsfrau Anny Ruloffs ausgelöst. Bürgermeister Ulrich Roland: „Wir verlieren mit Anny Ruloffs eine Vollblutpolitikerin, die 43 Jahre lang im Rat der Stadt die Kommunalpolitik geprägt hat.“

Als Mitglied der CDU seit 1959 hat sie sich über vier Jahrzehnte für die Interessen der Stadt Gladbeck politisch engagiert. In der Glabotki-Ära gehörte sie auch gegen Widerstände in der eigenen Partei zu den Gladbecker Politikern, die sich vehement für die Selbständigkeit unserer Stadt einsetzten.

Für viele Gladbecker war sie eine beispielgebende Kommunalpolitikerin, die sich engagiert mit Sachkunde und Herz stets an der Sache und dem Gemeinwohl orientiert, parteiübergreifend für eine gute Entwicklung der Stadt eingesetzt hat. Das Wohl der Bürgerinnen und Bürger lag ihr stets am Herzen.

Ihr besonderes Interesse galt dem Stadtplanungs- und Bauausschuss, dem sie während ihres gesamten politischen Wirkens ohne Unterbrechung als ordentliches bzw. stellvertretendes Mitglied angehörte. Über mehrere Wahlperioden gehörte sie dem Haupt- und Finanzausschuss, dem Schul- sowie auch dem Sportausschuss an. Neben ihrer politischen Tätigkeit war die CDU-Ratsfrau mit Leib und Seele Lehrerin an der Hauptschule Zweckel, der späteren Willy-Brandt-Schule. Generationen von Schülern hat sie auf Ausbildung und Beruf vorbereitet.

Die Stadt Gladbeck hat die Verdienste von Anny Ruloffs mit der Stadtplakette in Silber und Gold ausgezeichnet. Schließlich sollte ihr Wirken 1993 auch mit der Auszeichnung durch das Bundesverdienstkreuz gewürdigt werden. Als überzeugte Gladbeckerin hat sie jedoch auf diese hohe Auszeichnung verzichtet, da sie ihr außerhalb der Stadtgrenzen überreicht werden sollte.

Mit dem Tod von Anny Ruloffs verliert die Stadt Gladbeck eine Politikerin, die hohes Ansehen über alle politischen und weltanschaulichen Grenzen hinaus genoss. Als Sachpolitikerin, die es verstand, überparteilich den Konsens in den Mittelpunkt des Stadtinteresses zu stellen, wird sie in Erinnerung bleiben.
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