Butendorfer "Waldretter" kämpfen gegen den Wohlstandsmüll

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Für das Waldstück an der Horster Straße hat der Butendorfer Verein "Eltern-, Kind- und Jugendinitiative" eine "Waldpatenschaft" übernommen. Alle drei Monate will man nun dem Wohlstandsmüll in dem Wald zu Leibe rücken. Schon bei der ersten gemeinsamen Aktion kamen nach nur einer Stunde vier prall gefüllte Müllsäcke zusammen. Foto: Privat
Gladbeck: Waldstück | Butendorf. Auch Mitglieder des an der Landstraße 93 in Butendorf beheimateten Vereins "Eltern-, Kind- und Jugendinitiative" gehörten im April zu den Teilnehmern der diesjährigen Aktion "Gladbeck putzt".

Mit vereinten Kräften rückten die Vereinsmitglieder dem Müll in dem Wald an der Horster Straße in Butendorf zu Leibe. Auch an der abschließenden "Besenparty" auf dem Betriebsgelände des "Zentralen Betriebshofes Gladbeck" (ZBG) beteiligte man sich gerne, um mit den anderen Helfern auch die gemachten Erfahrungen auszutauschen.

Allerdings mussten die Vereinsmitglieder nur kurze Zeit später feststellen, dass die Sauberkeit in dem Waldstück nur von kurzer Dauer war. Denn überall lag dort erneut Müll herum. Ärger und Trauer zugleich machten sich bei den Vereinsmitgliedern breit.

Doch so schnell wollte man sich nicht mit dem Problem abfinden, weshalb überlegt wurde, welche nachhaltige Maßnahmen man ergreifen könne, um etwas gegen die ärgerlichen Verunreinigungen tun zu können. Intern wurde der Beschluss gefasst, alle drei Monate eine Putz- und Aufräumaktion in dem Waldstück durchzuführen. Und es kam die Idee zur Übernahme einer "Waldpatenschaft" auf, weshalb man Kontakt mit Bernhard Schregel (Fachbereichsleiter GRÜN beim ZBG) aufnahm. Dort trafen die Butendorfer auf offene Ohren und so erhielt man auch ohne Probleme die Erlaubnis zur Durchführung der geplanten Aktionen.

Zunächst wurden noch einmal alle Vereinsmitglieder über die aktuelle Entwicklung informiert, ehe man sich mit rund 20 Personen vor einigen Tagen zu einer neuerlichen Säuberungsaktion traf. Dazu wurden auch noch zehn grüne Verhaltensregeln erarbeitet, ehe es - ausgestattet mit Handschuhen und Müllsäcken - an die Arbeit ging. In vier Gruppen aufgeteilt wurde das Waldstück vom Müll befreit. Für die eifrigen Helfer war es erschreckend, wieviel Unrat sich innerhalb von gerade einmal sechs Monaten wieder angehäuft hatte. Gute eine Stunde dauerte die Aktion und die vier großen Müllsäcke waren unter anderem mit Dosen, Flaschen, Taschentüchern sowie Verpackungsmaerial gefüllt. Als kleines Dankeschön gab es für die Helfer in den Vereinsräumen einen kleinen Imbiss, ehe die gefüllten Müllsäcke zur Entsorgung zum ZBG-Betriebshof gebracht wurden.

"Die Verunreinigungen und Müllansammlungen in dem Wald wurden von Menschenhand gemacht. Um den Wald sauber zu erhalten, ist Verantwortungsbewusstsein und bürgerschaftliches Engangement erforderlich. Und Hände!", lautet die Bilanz der "Waldretter". "Denn erst ein Bewusstsein kann Menschen zum Handeln befähigen und bewegen! Wir sind der Ansicht, dass eine gesunde und saubere Umwelt dem Menschen in vielerlei Hinsicht dienlich ist. Dafür möchten wir uns weiter einsetzen und zur Sensibilisierung in Sachen Umwelt- und Naturschutz beitragen. Denn Geringes kann Viel bewirken!"

Schon in Kürze gibt es für die "Waldretter" einen weiteren wichtigen Termin, denn sie werden ganz offiziell eine "Waldpatenschafts-Urkunde" in Empfang nehmen können.
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