Gladbeck: 30 weitere Kastanien müssen gefällt werden

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Gleich 30 - zudem noch relativ junge - Kastanien entlang der Josefstraße in Rentfort müssen aus Sicherheitsgründen in den nächsten Tagen gefällt werden. (Foto: Paul-Georg Meister/pixelio.de)
Gladbeck: Josefstraße |

Erneut zur Motorsäge greifen müssen in den nächsten Tagen die Mitarbeiter des "Zentralen Betriebshofes Gladbeck" (ZBG): Entlang der Josefstraße in Rentfort müssen 30 noch relativ junge Kastanien gefällt werden.

Nach Angaben des "ZBG" sind alle betroffenen Bäume mit dem Bakterium "Pseudomonas syringae" befallen. Daher weisen die Kastanien im Stammbereich schwarzbraune Flecken auf. Der Befall löst zunächst ein Absterben der Astspitzen aus, schnell folgt dann aber das Absterben der gesamten Baumkrone. Der Befall ist selbst für Laien gut erkennbar, denn viele der Bäume sind bereits blattlos und trocken.

Dem Bakterium folgen in der Regel mit holzzersetzenden Pilzen (Winterrübling, Austernpilz, Hallimasch, violetter Knorpelpilz) so genannte "Sekundärschädlinge", die die Bäume weiter schwächen. Am Ende müssen die Bäume dann aus Stabilitätsgründen gefällt werden.

Verkehrssicherheit ist gefährdet


In den vergangenen vier Jahren mussten allein in Gladbeck an verschiedenen Standorten (Ringeldorfer Straße, Im Linnerott, Kampstraße, Gildenstraße, Postallee und Kortestraße) bereits 70 Kastanien mit dem genannten Bakterien- und Pilzbefall gefällt werden. Denn Bekämpfungsmöglichkeiten zur Rettung befallener Bäume sind nicht bekannt.

Bei dem aktuellen Fall aus Rentfort verlief der Befall der Bäume innerhalb von gerade einmal sechs Monaten derart intensiv und schnell, dass die Laubträger nun als Gefahrenquelle entfernt werden müssen. Betroffen sind nach "ZBG"-Angaben aber erstmals derart junge Bäume.

Natürlich wird seitens des "ZBG" bereits die Pflanzung von Ersatzbäumen angekündigt. Diese Pflanzarbeiten werden aber erst nach Stubbenfräsung und Substrataustausch im Winterhalbjahr 2014/2015 durchgeführt.
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