Gladbecker Tierärzte bei der Aktion "Impfen für Afrika"

Wann? 05.05.2015 09:00 Uhr

Wo? Stadtgebiet, Gladbeck DE
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Auch in diesem Jahr steht bei der Aktion „Impfen für Afrika“ Kenia im Mittelpunkt: Die Impfung hilft, die Tollwut bei Haus- und Hütehunden zu verhindern und dadurch auch die Menschen zu schützen. Foto: Deger
Gladbeck: Stadtgebiet | Am 5. Mai ist es wieder so weit: Tierärzte ohne Grenzen e.V. ruft zum elften Mal alle Tierhalter und praktizierenden Tierärzte in Deutschland zu Impfen für Afrika! auf. Als Schirmherr fungiert der Bundesminister für Landwirtschaft und Ernährung, Christian Schmidt. Der Aktionstag soll eine Brücke schlagen zwischen der Impfung hiesiger Haustiere und der Entwicklungsarbeit in Afrika. Teilnehmende Tierärzte spenden die Hälfte ihrer Impfeinnahmen an diesem Tag an Tierärzte ohne Grenzen e.V. - vor allem für ein Projekt zur Tollwutbekämpfung in Kenia.

Impfen für Afrika! hat in den letzten Jahren immer größeren Zuspruch von Tierärzten erfahren. Im letzten Jahr sind rund 210.000 Euro zusammengekommen.

1040 Tierarztpraxen beteiligen sich


„Auch nach über zehn Jahren sind wir jedes Mal wieder überwältigt, wie groß die Spendenbereitschaft der praktizierenden Tierärzte ist“, stellt Judith Freund, Referentin für Fundraising von Tierärzte ohne Grenzen e.V., erfreut fest.
Neben den einmaligen Teilnehmern, die sich auch jetzt noch registrieren lassen können, zählen inzwischen 1.040 Tierarztpraxen zu den dauerhaften Unterstützern.

„Das spricht für ein hohes Vertrauen in unsere Arbeit und die anhaltende Attraktivität des Aktionstages“, meint auch Friederike Schulze Hülshorst, als Geschäftsführerin zuständig für die Aktivitäten des Vereins in Deutschland.
2015 steht - wie im Vorjahr - die Impfung von kenianischen Haus- und Hütehunden gegen Tollwut im Fokus. Tierärzte ohne Grenzen e.V. trägt durch das Projekt in der Masai Mara zur Gesundheit von Tier und Mensch bei.

Problem Tollwut


Vor Projektbeginn war Tollwut ein großes Problem in der Region: durch Bisse tollwütiger Hunde kam es zu vielen Todesfällen beim Menschen. Kinder sind häufig die Opfer.

Sie werden beim Spielen von einem infizierten Tier verletzt und sind sich der Gefahr einer Infektion meist nicht bewusst. Ein tödlicher Verlauf kann nach dem Biss jedoch nur verhindert werden, wenn die medizinische Behandlung unmittelbar erfolgt.

Mehr als 49.000 Impfungen


Seit Projektstart wurden bis Ende 2014 bereits mehr als 49.000 Impfungen an Hunden durchgeführt. Dadurch haben bislang bereits etwa 50 Prozent der Hunde in der kenianischen Masai Mara einen Tollwutschutz vorzuweisen. Um die tödliche Krankheit wirksam zu bekämpfen, werden 70 Prozent angestrebt. Dazu muss der Impfschutz auch in regelmäßigen Abständen aufgefrischt werden.

Da die kenianische Regierung die nachhaltige Wirkung der Impfaktion von Hütehunden erkannt hat, hat sie Tierärzte ohne Grenzen e.V. gebeten, das Projekt auszuweiten. Erklärtes Ziel: Kenia bis 2030 von Tollwut zu befreien.

Der Aktionstag am 5. Mai spielt dafür eine wichtige Rolle. „Haustierbesitzer, die an diesem Tag ihren Liebling impfen lassen, tun zweifach Gutes: sie schützen ihr Tier vor schweren Krankheiten und tragen gleichzeitig zur Verbesserung der Lebensverhältnisse in Kenia bei.

Gladbecker Tierärzte


In Gladbeck nehmen folgende Tierärzte an der Aktion teil: Dr. Susan Busch, Schützenstraße 1a, Telefon 25456; Ulrike Mack, Hegestraße 31. Telefon 45566; Dr. Christian Wüst, Lötzener Straße 1, Telefon 42868.
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