Sturmschäden durch Orkantief Friederike sind unbeschreiblich

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2 wartende Fahrzeuge vor der Ampelanlage Wilhelmstr. wurden auf der Grabenstr. in ihren Fahrzeugen von umstürzenden Birken getroffen. Ob es dabei Personenschäden gab, war zum Zeitpunkt der Aufnahme noch nicht bekannt. Foto: Kariger
 
So schnell konnten Anwohner den Müll aus Tonnen mit gelbem Deckel überhaupt nicht einsammeln, der vom Sturm in der Charlottenstr. durch verwehte Mülltonnen in alle Richtungen geblasen wurde. Foto: Kariger

Gladbeck: Orkantief Friederike | Diese Sturmkraft hatte ich im bisher vergangenen Leben draußen vor Ort noch nie erlebt, besser gesagt, die Auswirkung einzelner Sturmböen. Eine Böe hätte mich auf einem Parkplatz an der Horsterstr. fast umgeworfen, als ich in eine Apotheke im dortigen Ärztehaus wollte, um schnell wieder weitere Stellen zur Sturmschaden-Recherche abzufahren.

Vom kompletten "Dachzubehör" wie Dachpfannen oder Schornsteinkopf-Dohlensperren über Bäume auf Autos oder in Gärten und vor allem Mülltonnen, geleerte wie auch volle Behälter, flog alles oder wurde auf Straßen geschleudert und anzutreffende Leute hatten ihre Mühe, den "fliegenden Inhalt" der Tonnen wieder einzufangen, wie z. B. in der Charlottenstraße, siehe Foto, wo komplette Inhalte durch die Luft flogen.

Anders verhielten sich die geleerten Mülltonnen in der Erlenstraße. Die flogen gleich wie die Kegel auf die Straße und behinderten den Verkehr. Warum geleerte Mülltonnen bei Sturmtief nicht gleich flach an Hauswände gelegt werden, scheint dabei ein Rätsel zu bleiben. Fest steht doch, dass eine leere Plastiktonne im Sturm hochkant am Straßenrand gestellt, weniger statische Standfestigkeit aufweisen kann und sofort wegfliegt, als eine bereits flach gelegte Tonne an der Hauswand, wenn sie schon nicht umgehend von Berufstätigen bzw. abwesenden Bewohnern reingeholt werden kann.

Unbegreifliche Schadenshöhe

Die einzelnen Schäden aufzulisten, die das Sturmtief "Friederike" überall auf Lokalebene heute angerichtet hat, bleibt sozusagen unmöglich. Nicht nur Bäume, die vor allem auch in Privatgärten umgelegt wurden, wobei es heute insofern überwiegend Nadelbäume getroffen hat, da sie ja gegenüber blattlosen Bäumen eine bessere Windangriffsmöglichkeit bieten, auch viele Dachziegel gingen zu Boden.
Kurios war zu beobachten, dass im Wendehammer der Friedrichstr. etliche Bruchstücke von Dachziegeln vom ehemaligen Ricken-Haus bereits auf der Straße lagen und Autofahrer mit einer "Ruhe" ungedingt eine Ehrenrunde im Kreis schleichen mussten, obwohl jeden Moment weitere Dachziegel abgedeckt werden konnten.
Markthändler waren während der Sturmwüterei nicht mehr auf dem Platz zu sehen.

Hoffentlich keine ernsthafte Verletzung?

Leider wurden auch 2 Fahrzeuge auf der Grabenstr., wartend vor der Ampelkrzg. Wilhelmstr., von 2 entwurzelten Birkenbäumen getroffen. Welche Verletzung der/die Fahrer in einem der Fahrzeuge erlitt, war noch nicht bekannt. Jedenfalls hoffen wir alle das Beste und schnelle Heilung, sollte ein Personenschaden eingetreten sein.

Leider blieb keine Zeit, um Wittringen zu inspizieren. Als ich den Nordpark besichtigte, brauste ein derart starker Sturm aus westlicher Richtung durch die Bäume, so das ich mich rasanten Schrittes schneller aus der Baumnähe entfernte, weil es knackte und irgendwo knallte. Ein schwerer Baum legte sich über die Trimmgeräte am Nordpark-Pavillon, ein anderer brach auf der Graureiher-Insel ab.

Auf der Konrad-Adenauer-Allee müssen auch mehrere Bäume abgegangen sein. Jedenfalls flog sogar die schwere Baustellenampel an der Einmündung zur Nordparkhalle auf die Straße.
In einem Hof an der Marcq en Baroeul-str. fiel ebenfalls ein schwerer Nadelbaum vom Nachbargrundstück auf die Hauswand zu, demolierte dabei die Dachkante und legte sich auf einen Balkon. Die Leute kamen mit dem Schrecken davon.

Der Dank gebührt zahlreichen Rettungskräften

Man kann nur hoffen, dass möglichst wenig Personenschäden entstanden sind. Vor allem ist großer Dank an alle Rettungseinsatzkräfte, bzw. Einsatzmannschaften, ob Sanitäter für die erste Hilfe, über Feuerwehr mit Kettensägen, Polizeikräfte oder auch nur Nachbarn auszusprechen, denn sie mussten und müssen noch alle außergewöhnliches leisten.

Foto: Kariger
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