Vom trügerischen Glücksgefühl und dem Umweltschutz

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(Foto: Daniel Magalski Lokalkompass Lünen/Lüner Anzeiger)
Der Blick auf die aktuellen Treibstoffpreise erfreut wohl auch die meisten Gladbecker Autofahrer. Mit einem derartigen Preisverfall, der Dieselpreis kratzt täglich schon an der 1-Euro-Grenze, war noch vor wenigen Monaten absolut nicht zu rechnen.

Aber es gibt auch mahnende Worte, wonach die niedrigen Preise dazu führen würden, unnötige Autofahrten zu unternehmen und Autokäufer wieder vermehrt auf weniger kraftstoffsparsame Fahrzeuge zurückgreifen. Somit gerate der Umweltschutzgedanke ins Hintertreffen. Und schon wird an eine neue "Sonderabgabe" - landläufig auch als Steuer bekannt - gedacht.

Es gibt aber wirklich auch Leute, die ihren Mitmenschen nicht mal ein wenig Freude gönnen. Wobei es auch viele Gladbecker geben dürfte, die trotz der niedrigen Benzinpreise gar nicht auf die Idee kommen, ihr Auto für sonntägliche Kaffeefahrten in Bewegung zu setzen. Der Umweltschutzgedanke ist zum Glück doch sehr weit verbreitet. Und ob die Kritiker überhaupt richtig liegen, wird sich erst zeigen, wenn die Mineralölkonzerne ihre neuen Verkaufszahlen präsentieren.

Aber das „Benzin-Preisparadies“ ist ja ohnehin nur eine vorübergehende Erscheinung, das Glücksgefühl trügerisch. Es bedarf keiner hellseherischen Fähigkeiten, um jetzt schon zu wissen, dass die Treibstoffpreise irgendwann wieder in die Höhe schnellen werden.

Dann sind die „Jux-Fahrten“ vorbei und wieder Autos mit sparsamen Motoren gefragt. Den Umweltschutz wirds freuen. Und dann stöhnen die Gladbecker wieder über die hohen Benzinpreise.
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Harald Will aus Gladbeck | 30.01.2015 | 23:58  
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