A52: Bürgerforum sieht Roland in der politischen Verantwortung

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Gladbeck: Stadtgebiet | In einem Brief an Bürgermeister Ulrich Roland bittet das Bürgerforum Gladbeck das Stadtoberhaupt, seine Position zu nutzen, um der misslichen Verkehrssituation in Gladbeck ein Ende zu setzen.

Anlass für den Brief waren Meldungen aus den Medien, „dass die Gladbecker jetzt unter Druck gesetzt werden sollen, dem Bau der A52 quer durch die Stadt zuzustimmen, obwohl sie sich im Ratsbürgerentscheid sehr eindrucksvoll gegen den Bau auf Gladbecker Gebiet ausgesprochen haben, und obwohl die Autobahn für Gladbeck einen nicht wieder gut zu machenden Schaden für sie bedeuten würde“, heißt es in dem Schreiben.

Roland solle keiner "Chimäre" nachjagen


Sollte sich Roland für den Bau der A52 einsetzen, würde er einer „Chimäre“ nachjagen. So ist das Bürgerforum sicher, dass die A52 auf Gladbecker Gebiet nach den geltenden Rechtsregeln nicht gebaut werden dürfe. Dies sei schließlich auch Auffassung der Stadtverwaltung.

„Ein Baurecht für die A52 in Gladbeck wird es nicht geben. Mit Aktionen für die A52 oder der Unterlassung einer den Gladbeckern dienenden Verkehrspolitik würden Sie nur erreichen, dass der heutige Zustand, der Gladbeck und seiner Entwicklung als lebenswerte Stadt schadet, auf lange Zeit unverändert bliebe.

Schlüssel für eine positive Entwicklung


Prüfen Sie bitte selbst, inwieweit das mit Ihren Dienstpflichten vereinbar wäre“, fordert Matthias Raith, Vorsitzender des Bürgerforums und weist Roland darauf hin, dass der Schlüssel für eine positive Stadtentwicklung beim Bürgermeister liege.

Roland solle seine weitere Teilnahme für weitere Gespräche in Berlin davon abhängig machen, dass die Vorstellungen des Bundes für die Umplanung des Knotens mit der A2 im Bereich des Pelkumer Feldes und die Querung der Stadtmitte vorab detailliert vorgelegt und veröffentlicht werden. Denn ohne klare Konkretisierungen würden angekündigte Verbesserungen allzu leicht zu leeren Versprechungen, die endloses Hinhalten erleichtern würden.

An einem Strang ziehen


„Deshalb bitten wir Sie auch darum, bei weiteren Gesprächen zwischen Stadt, Bund und Land dafür zu sorgen, dass etwaige Absprachen zum Inhalt von Planungen und zum weiteren Vorgehen belastbar und vorzeigbar festgehalten werden. Außerdem müssen die bislang recht vagen politischen Gespräche schnellstens mit den in Schieflage befindlichen Planfeststellungsverfahren in Einklang gebracht werden“, fordert Raith und schließt: „Wir freuen uns auf die im Verlauf der anstehenden Öffentlichkeitsphase zum Bundesverkehrswegeplan 2015 zu führenden Auseinandersetzungen und würden es außerordentlich begrüßen, wenn wir dabei mit Ihnen und den Verantwortlichen der Stadt an einem Strang ziehen könnten."
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