Alle gefangenen Grup Yorum Mitglieder frei gelassen. "Unser Platz ist nicht in den Gerichten, sondern in den Konzertsälen"

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(Kurze Übersetzung der Artikel vom 1. März aus der Zeitung Cumhuriyet und Diken)

Im November letztens Jahres wurden im Rahmen einer Polizeirazzia auf das Kulturzentrum Idil in Okmeydanı/Istanbul die Grup Yorum Mitglieder Ali Aracı, İnan Altın, Sultan Gökçek, Fırat Kıl, Dilan Poyraz, Helin Bölek und Abdullah Özgün in Untersuchungshaft genommen und anschließend verhaftet.

Seit vier Monaten wurden sie gefangen gehalten. Aus Solidarität wohnten jetzt dem Prozess beim 23. Strafgerichtshof in Istanbul in den Morgenstunden die CHP Abgeordneten Sezgin Tanrikulu und Mahmut Tanal, die Künstler Edip Akbayram, Ferhat Tunç, der Dichter und Autor Ataol Behramoğlu und die italienischen Künstler Gracia Vanelli und Gianfranco Castellotti bei.

Lieder kann man nicht verbieten

Einer der Musiker erklärt bei der Vernehmung: “Unser Platz ist nicht in den Gerichten, sondern in den Konzertsälen. Unsere Waffen sind unsere Instrumente." Der Künstler Edip Akbayram sagt: „Seit 50 Jahren singe ich. So etwas habe ich noch nicht erlebt. Sie haben Angst vor unseren Liedern. Lieder kann man aber nicht verbieten.“
In den Abendstunden verkündete das Gericht die Freilassung der Grup Yorum Mitglieder, die wegen dem Verdacht der „wissentlichen Unterstützung einer Terrororganisation ohne Mitglied zu sein“ verurteilt wurden.

1. März 2017, Cumhuriyet
http://www.cumhuriyet.com.tr/haber/turkiye/688664/...

Und die Zeitung “Diken”
http://www.diken.com.tr/tutuklu-grup-yorum-uyeleri...

Willkürlich werden tausende von Menschen seit Monaten entlassen, verhaftet und manchmal frei gelassen. Als Kritiker des Regimes ist man nämlich leicht ein Terrorist. So werden Menschen eingeschüchtert, Widerspruch/Widerstand im Keim erstickt. Nicht alle sind so stark wie die Grup Yorum Mitglieder, dass sie sich nicht einschüchtern lassen und hinterher weitermachen.
Schade, dass wir ihnen in Gladbeck im letzten Jahr das Auftreten auch so schwer gemacht haben.
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