Ausbaupläne A 52: "Bürgerforum"-Vordrucke gelten als "wirksame Einwendungen"!

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Ist nach wie vor davon überzeugt, mit Hilfe der Gladbecker den Bau der Autobahn A 52 verhindern zu können: Matthias Raith, Vorsitzender des "Bürgerforum Gladbeck". (Foto: Braczko)
Gladbeck: Stadtgebiet |

Gladbeck. Matthias Raith, Vorsitzender des "Bürgerforum Gladbeck" redet Klartext: Bei den vom "Bürgerforum" ausgelegten Vordrucke für Einwendungen im laufenden Planfeststellungsverfahren A 52 handelt es sich - sofern die Vordrucke wie darin vorgegeben ordnungsgemäß ausgefüllt und unterschrieben sind - um "wirksame Einwendungen".

Raith reagiert damit auf die Verunsicherung bei Gladbecker Bürgern, die nach einem Medienbericht entstand. In dem Bericht kam auch Nina Frense, Beigeordnete der Stadt Gladbeck, zu Wort. Und der Berichterstattung war zu entnehmen, dass Frense bezweifelte, ob eine Unterschrift unter die Formulare Sinn mache beziehungsweise überhaupt wirksam sein könne.

Frense-Ausführungen nicht als Kritik verstehen


"Es ist Frau Frense hoch anzurechnen, dass sie aus juristischer Sicht auf mögliche Bedenken von Bearbeitern hingewiesen hat," nimmt der Bürgerforums-Vorsitzende Raith die Beigeordnete in Schutz. Die Ausführungen von Nina Frense seien einen wertvolle Hilfe für das "Bürgerforum" und keineswegs als Kritik gemeint gewesen, auch wenn das in dem Bericht vielleicht so zum Ausdruck gekommen sei. Um die wirklich gut gemeinten Vorschläge von Nina Frense umzusetzen, will Matthias Raith als der in dem Formular für Antworten als Bevollmächtigter Benannte eine zusammenfassende Erklärung schreiben. "Gewissermaßane als Deckblatt für den inzwischen schon stark angewachsenen Stoß von mehreren hundert Erklärungen," verspricht Raith. Darüber hinaus seien die ab sofort ausgelegten Formulare auch maginal geändert werden, so dass die gemachten beziehungsweise öffentlich dargestellten Anmerkungen im allgemeinen Interesse unmissverständlich beachtet seien.

Weitere Unterstützung durch Bürger erforderlich


Ungeachtet der bisher schon großen Resonanz auf die Aktivitäten des "Bürgerforum" setzt Matthias Raith auf weitere Unterstützung durch die Gladbecker Bürger. "Es besteht keinerlei Veranlassung, die Erklärung nicht zu unterschreiben, wenn man sich gegen den Bau der Autobahn durch Gladbeck aussprechen möchte," wirbt Raith um weitere Unterschriften. "Wer wirklich erheblich betroffen ist, sollte allerdings zusätzlich eine Einwendung erheben, in der er seine individuelle Betroffenheit schildert. Dabei hilft das Bürgerform sehr gern," führt Raith zusätzlich aus.

Für Matthias Raith zeigt die Resonanz auf die Arbeit des "Bürgerforums", das vor einem Jahr von 17 Personen gegründet wurde und inzwischen mehr als 130 Mitglieder zählt, sowie die Zahl der unterschriebenen Mustereinwendungen, dass "...eine breit aufgestellte Zahl von Gladbeckern nach wie vor gegen die dritte Autobahn auf Gladbecker Gebiet eintritt..."

Verhinderung des Autobahnbaus wird gelingen


"Der Bau zerstört unsere Lebensqualität," führt Raith ein schon oft genanntes Argument auf. Doch die Gladbecker sollten sich nicht verunsichern lassen, denn dem "Bürgerforum" werde - mit Unterstützung durch die Bürger - die Verhinderung des Autobahnbaus gelingen. Diesbezüglich fällt Matthias Raith noch ein Satz von Erich Kästner ein: "An allem Unfug, der passiert, sind nicht etwas nur die schuld, die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern."
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2 Kommentare
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Christian Enxing aus Gladbeck | 25.01.2015 | 22:55  
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Christian Enxing aus Gladbeck | 25.01.2015 | 22:55  
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