Bargeldabschaffung

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Gladbeck: Rentfort | Weiterschlafen kostet unser aller Geld.

Noch vor einem Jahr war aus Schäubles Mund zu hören: "In Kontinentaleuropa kenne ich niemanden, der die Absicht hat, Bargeld abzuschaffen." Hört, hört! Es hatte auch mal niemand die Absicht, eine Mauer zu bauen ... oder wie war das?
Inzwischen wird die Einschränkung des Bargeld-Verkehrs von Frankreich und Deutschland mit Hochdruck vorangetrieben. Offiziell geht es um den Kampf gegen den Terror und die Geldwäsche.
Tatsächlich geht es natürlich nicht um die Geldwäsche, sondern darum, zu verhindern, dass die Kunden ihre Gelder von den Banken abziehen.

Der Ideenreichtum der politischen Rudermannschaften kennt kein Halten. Erst erfinden sie hier die Ich-AG, den Ein-Euro-Job, dann brüsten sie sich mit einem Mindestlohn von 8,50 Euro, wovon ein Mensch nicht leben und nicht sterben kann, schicken Alleinerziehende, Kinder, Familien, Lohnabhängige und zukünftige Rentner in die Armut und planen nun, uns allen das Bargeld aus dem Portemonnaie zu nehmen. Damit können dann auch Bezeichnungen wie „Lohn der Arbeit“, „Taschengeld„, „Trinkgeld“, „Wechselgeld“ u.ä. aus dem Duden gestrichen werden.

Die vorgeschobenen Gründe sind wie immer Hirngespinste der Vollstrecker: Steuerehrlichkeit und Austrocknung illegaler Märkte. Nein – es geht um die totale Kontrolle des Einzelnen und damit um unsere finanzielle Freiheit und Unabhängigkeit.
Ohne Bargeld ist jede Transaktion elektronisch gespeichert. Egal ob Kondome, Drogen, Kaugummis oder Eintrittsgelder, es wird immer alles nachvollziehbar sein, was man getan hat. Es glaubt doch wohl niemand im Ernst daran, dass der Staat diese Daten nicht auswerten möchte? Es ist nur eine Frage der Zeit, dann kommt die Transaktionsdatenspeicherung. Und dann werden es die staatstreuen Medien schaffen, uns das Bargeld als unverantwortlich, gefährlich, rassistisch, unerotisch,  hinterweltlerisch, lästig, rechtspopulistisch, antisemitisch, putinversteherisch, homophob, altmodisch oder sonstwie zu verkaufen. Man wird uns die Vorteile des bargeldlosen Zahlungsverkehrs vorbeten und die Menschen werden den „Vorbetern“ schlussendlich auch folgen, denn wenn in Deutschland eines funktioniert, dann ist es der unerschütterliche Glaube der Deutschen an das, was man sie glauben machen will... nämlich dass sich die schon länger hier Lebenden (Merkels Bezeichnung für die Deutschen) entweder an Veränderungen und Verluste gewöhnen müssen oder diese am besten in Triumphe umdeuten.
Mai 2016 hatte der EZB-Rat die schrittweise Abschaffung des 500-Euro-Scheins beschlossen. Nach einer Übergangsfrist bis Ende 2018 werden dann keine 500-Euro-Scheine mehr ausgegeben. Und was machen die Bürger? Sie funktionieren und beginnen, 500-Euro-Scheine gegen geringere Stückelungen einzutauschen. Na dann ...

„Münzen und Scheine sind überholt und schmälern nur den Einfluss von Notenbanken", sagt Bofinger, einer der sogenannten Wirtschaftsweisen. Er wünscht sich also mehr Macht für die Zentralbank. Mehr Macht für eine Bank! (Diesen Satz muss man sich auf der Zunge zergehen lassen). Wollen wir einer demokratisch nicht legitimierten Bank mehr Macht geben? Haben nicht Banken überhaupt schon das größte Machtmonopol?

„Erst kommt der Ruin der Staatshaushalte durch die Politik, dann kommen die Erfüllungsgehilfen in den Zentralbanken, und am Ende steht das Ende der bürgerlichen Freiheiten“, meinte Roland Tichy, Vorsitzender der Ludwig-Erhard-Stiftung. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
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12 Kommentare
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Siegmund Walter aus Wesel | 02.03.2017 | 22:24  
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Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 02.03.2017 | 22:42  
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Karl-Heinz Hohmann aus Unna | 02.03.2017 | 23:49  
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Elmar Begerau aus Kamp-Lintfort | 03.03.2017 | 01:02  
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Wolfgang Kill aus Gladbeck | 03.03.2017 | 08:48  
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Marion Kamerau aus Bochum | 03.03.2017 | 08:54  
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Klaus-H Weissmann aus Gladbeck | 03.03.2017 | 09:25  
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Robert Giebler aus Gladbeck | 03.03.2017 | 10:50  
12.687
Wolfgang Kill aus Gladbeck | 03.03.2017 | 10:59  
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Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 03.03.2017 | 13:51  
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Barbara Erdmann aus Gladbeck | 03.03.2017 | 17:44  
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Elmar Begerau aus Kamp-Lintfort | 04.03.2017 | 14:48  
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